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[Garten]
[Winterschutz 2]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Pflanzenpflege - Winterschutz

Die Natur hat ganz eigene Schutzmechanismen, sich im Winter vor Kälte und Frost zu schützen. Die Laubbäume verlieren ihre Blätter, Stauden, Zwiebel- und Knollenpflanzen sterben oberirdisch ab und die unterirdischen Pflanzenteil überwintern im Boden. Einjährige Sommerblumen bilden im Spätsommer Samen, die gegenüber den tiefen Temperaturen relativ unempfindlich sind, sie teilweise sogar zum Keimen benötigen. Im nächsten Frühjahr beginnen sie zu keimen und bilden neue Pflanzen.

Exotische Pflanzen aus mediterranen oder tropischen Gegenden, aber auch manche einheimische Pflanzen benötigen einen auseichenden Winterschutz, um in der kalten Jahreszeit nicht zu erfrieren.

Das Winterquartier

Nicht alle Pflanzen überstehen die kalte Jahreszeit im Freien. Sie sollten rechtzeitig in ein kühles, jedoch frostfreies Winterquartier gebracht werden. Dies kann ein unbeheizter Wintergarten oder ein nicht zu dunkler Kellerraum oder Garage sein. Idealerweise liegt die Temperatur zwischen 5 - 10 °C. Wer den notwendigen Platz nicht zur Verfügung hat, kann auch bei einem Gartenbaubetrieb in der Nähe nachfragen, ob diese einen Überwinterungsservice anbieten.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Manche Pflanzen, wie Geranien oder Fuchsien, sollten vor dem Einräumen einen starken Rückschnitt erhalten. Das minimiert den Platz- und Pflegebedarf der Pflanzen.

Im Winterquartier müssen die Pflanzen regelmäßig gepflegt werden. Hin und wieder gießen, verwelkte Blätter entfernen und den Raum an frostfreien Tagen auch mal lüften. Die Pflanzen müssen regelmäßig auf Krankheiten und Schädlinge untersucht werden.

Beim Ausräumen im Frühjahr sollte man vorsichtig vorgehen, damit die Pflanzen keinen Schock bekommen. Gewöhnen Sie sie langsam an die steigenden Temperaturen und die Sonne.

 

 


 

Stauden

Stauden lassen ihre oberirdischen krautigen Pflanzenteile absterben und überwintern mit Hilfe eines Wurzelstocks unterirdisch. Ab August sollte kein stickstoffbetonter Dünger mehr gegeben werden. Blume Fotolia_7668980_L

Wer seinen Garten auch im Winter aufgeräumt wissen möchte, kann das abgestorbene Laub  bodennah abschneiden. Allerdings bietet die abgestorbenen Triebe im Winter einen guten Kälteschutz für den Wurzelstock und den Neuaustrieb im Frühjahr. Darüber hinaus bieten verwelkte Blütenstände Futter für Vögel und die Stängel Unterschlupf für überwinternde Insekten.

Zwischen Februar und Anfang März müssen die alten Triebe dann spätestens zurückgeschnitten werden.
In rauen Gegenden oder Pflanzen aus milderen Regionen können mit Laub abgedeckt werden. Diese Laubschicht sollte im zeitigen Frühjahr nach und nach entfernt werden.

Immergrüne Pflanzen müssen nicht abgedeckt werden. Im Gegenteil herabgefallenes Laub sollte unbedingt entfernt werden, damit es die Pflanze im Winter nicht erstickt. Gefährlicher ist die Wintertrockenheit, denn da diese Pflanzen auch im Winter ihre Blätter behalten und darüber viel Wasser verdunsten, müssen immergrüne Stauden in trockenen Wintern an frostfreien Tagen gegossen werden.

Stauden in Kübeln benötigen besonderen Schutz, damit ihr Wurzelballen nicht durchfriert. Sie sollten mit isolierender Folie umwickelt werden. Empfindlichere Pflanzen, die kälteempfindlich sind, müssen in ein kühles, jedoch frostfreies Winterquartier.

 

Zwiebel- und Knollenpflanzen

Bei den Zwiebel- und Knollenpflanzen gibt es winterharte und frostempfindliche Pflanzen. Die meisten Frühblüher, wie Krokusse, Schneeglöckchen, Tulpen, Narzissen und Hyazinthen sind unempfindlich gegenüber Kälte und Frost und können das ganze Jahr über im Boden bleiben.

Frostempfindliche Zwiebeln und Knollen, wie Dahlien, Gladiolen und Knollenbegonien vertragen keinen Frost und müssen im Herbst vor den ersten Nachtfrösten ausgegraben werden. Hierfür werden zuerst die Stängel 5 - 10 cm über dem Boden abgeschnitten. Mit Hilfe einer Grabegabel die Knollen vorsichtig ausgraben und an einem trockenen Platz abtrocknen lassen. Die trockene, überschüssige Erde abschütteln. Bevor die Knollen ins Winterquartier kommen, sollten sie auf Faulstellen untersucht werden. Locker in Zeitungspapier eingewickelt sind sie Holzkisten am besten aufgehoben.

Das Winterquartier sollte trocken und kühl sein. Temperaturen zwischen 5 - 10 °C sind ideal. Ist der Lagerplatz etwas wärmer, wäre es besser, die Knollen in angefeuchtetem Sand oder Torf zu lagern.

Die Knollen müssen alle paar Wochen auf Fäulnis untersucht werden.

Weiterer Winterschutz für Pflanzen