Hobbygaertner.nl durchsuchen:

 

© Horticulture - Fotolia.com
[Garten]
[Bakterien]
[Pilze]
[Viren]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pflanzenkrankheiten - Viren

Auch Viren können die Pflanzen im Garten befallen. Viren sind mikroskopisch kleine Lebewesen, die wahre Überlebenskünstler sind. Jedoch können sie alleine nicht überleben. Sie benötigen einen Wirt, auf welchen sie durch Blattläuse, Milben, Wanzen oder andere Pflanzensauger übertragen werden.

In der Wirtszelle verändern sie die Geninformation und den Stoffwechsel. Bis die Zelle schließlich aufplatzt und neue Zellen infiziert. Viele Viren infizieren die Pflanze, machen sie jedoch nicht krank. Andere führen zur vollständigen Zerstörung der Wirtspflanze. Eine Virusinfektion ist nicht heilbar. Man kann lediglich den Schaden eingrenzen, indem man die infizierten Pflanzenteile entfernt und nicht auf dem Kompost sondern im Restmüll entsorgt.

 

 

 

 

Vorbeugung und Eingrenzung

Um Virusinfektionen möglichst zu vermeiden, sollte man bereits im Vorfeld auf robuste und resistente Sorten achten. Nur Jungpflanzen, Zwiebeln und Samen in gutem, gesundem Zustand kaufen. Eine gewisse Gartenhygiene sollte eingehalten werden. Hierzu gehört auch das Desinfizieren von Gartengeräten und Händen. Von Blattläusen befallene Pflanzenteile müssen entfernt werden, denn sie sind die häufigsten Virusüberträger.

 

 

 

 

Viruskrankheiten

Phytoplasmen und Mykoplasmen bewirken den sogenannten Besenwuchs. Die Seitenknospen treiben so stark aus, dass das Gehölz einen besenartigen Wuchs erhält. Als Wirtspflanzen kommen Rhododendron oder Apfelbaum in Frage. Die Erreger können durch Zikaden oder Pfropfung übertragen werden.

Die Ringfleckenkrankheit wird von verschiedenen Ringfleckenviren ausgelöst, welche durch die Mehlige Kohlblattlaus, die Grüne Pfirsichblattlaus und andere Pflanzensaftsauger übertragen werden. Es kommt zu Verfärbungen mit Ring- und Linienmustern auf den Blättern. Gesundes und krankes Gewebe sind scharf abgegrenzt.

Nicht nur Gurkenpflanzen sondern auch andere Zierpflanzen können vom Cucumis-Virus befallen werden. Das sogenannte Gurkenmosaik führt zu Mosaikmustern auf den Blättern, gelb-grünen Flecken und warzenartigen Wucherungen  auf den Früchten.

Bei der Buntstreifigkeit kommt es zu weißen oder gelben Streifen auf dunklen Blütenblättern. Der Buntstreifigkeitsvirus wird durch Blattläuse oder infizierte Knollen übertragen. Vor allem Gladiolen, Narzissen, Tulpen und Lilien dienen als Wirtspflanze.

Birnen und Quitten sind häufig von der Steinfrüchtigkeit betroffen. Die Früchte sind verkrüppelt, verbeult und haben verhärtete Stellen im Fruchtfleisch. Der Virus wird durch infizierte Unterlagen beim Veredeln übertragen.