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Das Veilchen - Stiefmütterchen im eigenen GartenHornveilchen

Das Veilchen, Stiefmütterchen oder botanisch auch Viola, gehört zu den Veilchengewächsen und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die oftmals jedoch einjährig kultiviert wird.

Die meisten Veilchenarten werden nur etwa 15 cm hoch. Es gibt jedoch auch welche mit Wuchshöhen von bis zu 30 cm.

Die fünfzähligen Blüten sitzen an langen Blütenstielen und blühen fast das ganze Gartenjahr über. Sie erscheinen im zeitigen Frühjahr und blühen bis spät in den Sommer hinein, vereinzelt sogar bis in den frühen Herbst. Hornveilchen blühen bei milder Witterung sogar den Winter über. Das Farbspektrum der Blüten reicht von zarten Pastelltönen, wie Rosa, Weiß oder Hellblau, bis hin zu leuchtendem Violett, Blau oder Gelb. Nach der Blüte bilden sich dreiklappige Kapselfrüchte, die die Samen enthalten.

Die blass- bis dunkelgrünen Blätter stehen in Büscheln zusammen. Sie können herzförmig, nierenförmig, oval oder auch gelappt sein. Die Blattränder sind gezähnt oder glatt.

Veilchen wirken sehr schön in Steingärten, als Beet- oder Rabatteneinfassungen. Sie können sehr gut als Unterbepflanzung unter größeren Stauden oder Kleingehölzen dienen. Und auch unter Laubbäumen fühlen sie sich wohl. Ihre unbelaubten Baumkronen lassen im Frühjahr ausreichend Sonne durch.

Sie können auch als Balkon- oder Kübelpflanzen kultiviert werden. In Blumenampeln erhalten sie einen wunderschönen, überhängenden Wuchs.

Manche Sorten können als Heilpflanze oder zur Herstellung kosmetischer Produkte verwendet werden.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Arten

Man schätzt, dass es weltweit etwa 500 verschiedene Veilchenarten gibt.

Die bekannteste Art ist wohl das Gartenstiefmütterchen. Trotz seines mehrjährigen Wuchses wird es hierzulande meistens als zweijährige Blume kultiviert. Denn es verliert mit der Zeit seine Schönheit und Wuchsform. Das Stiefmütterchen ist ein Dauerblüher. Die Blüten erscheinen zwischen April und Oktober in den unterschiedlichsten Farbtönen. Manchmal sind die Blüten auch zwei- oder mehrfarbig.

Das Hornveilchen, Viola cornuta, wird zwischen 10 und 30 cm hoch. Die zwischen 2 und 3 cm großen Blüten erscheinen in Violett, Blasslila, Blau, Gelb, Purpur, Weiß, Rot oder fast Schwarz. Sie verströmen einen angenehmen Duft. Das Hornveilchen ist ein Dauerblüher, wobei die Hauptblütezeit zwischen Juni und August liegt. Bei milder Witterung blüht die Pflanze sogar den Winter über. Die grünen Laubblätter sind gekerbt und an der Unterseite leicht behaart.

Das Duftveilchen, Viola odorata, wird bis zu 15 cm hoch und 30 cm breit. Es breitet sich durch Selbstaussaat und Ausläufer stark selbst aus und bildet rasch grüne Teppichpolster. Aus diesem Grunde eignet es sich sehr gut zum Verwildern in Naturgärten. Im zeitigen Frühjahr, Ende Februar bzw. Anfang März, erscheinen die weißen, rosafarbenen, violetten, pinken oder purpurnen Blüten. Ihrem starken Blütenduft verdankt das Veilchen ihren Namen. Sie ist als Zierpflanze für den Garten sehr beliebt und wird darüber hinaus als Heilmittel und für die Parfümherstellung genutzt.

Das Hundsveilchen kommt hierzulande auch in freier Natur vor. Es ist in lichten Wäldern, auf Heiden oder  Magerwiesen zu finden. Die geruchlose Blüte ist normalerweise hellviolett und erscheint zwischen März und Juni.

Das Weiße oder Parma-Veilchen wird höchstens 15 cm hoch. Die weißen oder helllila Blüten erscheinen im Winter, manchmal bereits im späten Herbst.  Sie duften nur schwach. Weiße Veilchen bilden lange oberirdische Ausläufer, die im ersten Jahr sogar Blüten tragen.

 

 

 

 

Pflanzung

Veilchen vertragen sowohl einen sonnigen als auch halbschattigen Standort. So bevorzugt das Hornveilchen eher volle Sonne, viele andere Arten jedoch halbschattige Plätze.

An den Boden stellen sie keine besonderen Ansprüche. Normale Gartenerde ist ausreichend. Ist sie zudem noch etwas feucht und fruchtbar gedeiht das Veilchen besonders gut.

Die beste Pflanzzeit ist zwischen Herbstbeginn und Herbstmitte bzw. im zeitigen Frühjahr.

Der Pflanzabstand richtet sich nach der Wuchsbreite der jeweiligen Art. Es empfiehlt sich etwa eine halbe Wuchsbreite Platz zu lassen.

Veilchen lassen sich leicht durch Samen vermehren. Die Aussaat kann Anfang bis Mitte des Frühjahrs direkt ins Freiland erfolgen. Allerdings werden die Veilchen im ersten Jahr gar nicht oder erst sehr spät blühen.

Im Hochsommer können auch Stecklinge geschnitten und im Frühbeet bewurzelt werden.

 

 

 

 

Pflege

Die meisten Veilchenarten sind sehr pflegeleicht. Sie haben keinen besonders hohen Wasserverbrauch und überstehen auch Trockenperioden. Allerdings ist es für gutes Wachstum und reiche Blüte von Vorteil, wenn die Erde gleichmäßig feucht gehalten wird. Vor allem Kübelpflanzen benötigen regelmäßige Bewässerung, besonders wenn sie überdacht stehen.

Veilchen haben keinen besonders hohen Nährstoffbedarf. In frischer Erde benötigen sie nicht unbedingt Dünger.

Ein Rückschnitt nach der ersten vollen Blüte fördert, vor allem bei Horn- und Duftveilchen, die Knospenneubildung und eine Nachblüte. Die geschnittenen Triebe können für die Stecklingsvermehrung verwendet werden.

Die größten Fressfeinde der Veilchen sind wohl Schnecken und Raupen. Sie bevorzugen die jungen Triebe und Blätter und können zum Teil große Schäden an der Pflanze anrichten. Deformationen und Pusteln an den Stängeln sind sichere Anzeichen für Rost.

Die meisten Veilchenarten sind in der Regel frosthart. In rauen Lagen kann eine Schicht Laub oder Reisig nicht schaden.