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Steingartenpflanzen1

Der Steingarten - Planung, Anlegen und Bepflanzung

Im Steingarten stehen Steine oder Kies im Vordergrund. Als Vorbild dient die alpine Landschaft. Große Findlinge und sie umwuchernde Polsterstauden bilden ein harmonisches Gesamtbild.

Planung

Da das Anlegen eines Steingartens doch mit etwas Kraft und Aufwand verbunden ist, sollte man sich vorher genau überlegen, wo der richtige Platz dafür im Garten ist. Schön wenn man ihn von der Terrasse oder einem anderen Sitzplatz aus sieht oder ein tiefer gelegter Weg am Steingarten entlang führt.

Die meisten Steingartenpflanzen bevorzugen sonnige Standorte, deshalb ist ein ganztags schattiger Garten nicht als Steingarten geeignet.

Natürliche Hänge eignen sich hervorragend um einen Steingarten anzulegen. Besonders prächtig entwickeln sich die Steingartenpflanzen auf nach Süden und Südwesten ausgerichteten Hanglagen. Auf einem flachen Grundstück lässt sich einfach ein wenig Erde oder Geröll anhäufeln. Eine bepflanzte Trockenmauer kann den Steingarten begrenzen.

Verwenden Sie möglich gleiche Gesteinsarten und -formen, sonst kann es schnell unruhig und unharmonisch wirken.

Steingartenpflanzen sind äußerst empfindlich gegenüber Staunässe. Deshalb muss man für einen guten Wasserabzug sorgen. Ideal ist sandiger, durchlässiger Gartenboden. Ist der Boden schwer und lehmig, muss unter Umständen eine Drainageschicht aus Kies oder Splitt eingebracht werden. In manchen Fällen reicht es aus, etwas Sand einzuarbeiten, damit der Boden magerer und durchlässiger wird.

Machen Sie sich vorab einen Plan, wo Steine und Pflanzen angeordnet werden sollen, damit große, schwere Steine nicht unnötig hin und her bewegt werden müssen. Planen Sie eine paar ebene, gut begehbare Stellen, wie flache Steine, ein, von denen aus sich der Garten gut pflegen lässt.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Steingarten anlegen

Ist Rasen vorhanden, muss dieser abgetragen werden. Sofern er für andere Gartenbereiche verwendet werden soll, können etwa 20 x 20 cm große Rechtecke sauber abgestochen und aufgenommen werden.

Das Erdreich muss gründlich von Unkräutern gesäubert werden. Bei Wurzelunkräutern darauf achten, dass sie mit der vollständigen Wurzel entfernt werden. Denn bereits aus kleinsten Wurzelresten können sich neue Unkrautpflanzen entwickeln.

Sollten Bodenverbesserungsmaßnahmen oder das Einarbeiten einer Drainageschicht erforderlich sein,  wird dies als erstes ausgeführt.

Die meisten Hochgebirgspflanzen bevorzugen magere Böden, aber bei Weitem nicht alle. Einige benötigen nährstoffreichen Gartenboden oder besonders sauren Boden. Überlegen Sie sich deshalb bereits vorab, welche Pflanzen gedeihen sollen und welche Bodeneigenschaften sie für ein gutes Gedeihen benötigen. Zu schwere Böden können mit Sand und reifem Kompost verbessert werden, zu leichte, sandige Böden mit Garten- bzw. Lehmerde.

Dann werden die großen und schweren Steine und Brocken so platziert, dass sie aussehen wie von der Natur hingelegt. Die Steine sollten eine ähnliche Optik haben. Zu viele verschiedene Formen und Farben wirken unnatürlich. Bei besonders großen Steinen besser das Erdreich zuvor festigen, damit die Steine im Laufe der Zeit nicht einsinken. Anschließend die kleineren Steine drapieren, im hinteren Bereich leicht einbetten. Vorne sollten sie möglichst frei liegen. Das sieht einfach natürlicher aus. Hohlräume zwischen Steinen und Boden werden mit Erde ausgefüllt. Lassen sie vereinzelt ein paar Hohlräume für Kleintiere frei. So können sich Nützlinge im Garten ansiedeln, die Ihnen bei der Schädlingsbekämpfung helfen.

 

 

 

Bepflanzung

Für einen Steingarten sind Pflanzen zu bevorzugen, die aus Gebirgsregionen stammen und die mit den dort herrschenden Bedingungen gut zu Recht kommen. Berücksichtigen Sie außerdem die Blütezeiten. Durch geschickte Kombination der unterschiedlichen Blütezeiten kann man dafür sorgen, dass der Steingarten das ganze Jahr über blüht.

 

Steingarten pflanzen1

Einen guten Kontrast zu dem schroffen Gestein bilden Polsterstauden, wie Blaukissen, Filziges Hornkraut, Polsterphlox, Storchenschnabel, Katzenpfötchen oder Federnelke. Aber auch Karpatenglockenblume, Enzian, Edelweiß, Scharfer Mauerpfeffer und  Gemswurz passen gut in dieses Gartenkonzept. Ist die zur Verfügung stehende Fläche groß genug, kann man auch Gemeinen Wacholder, Bergholzkiefer, Schimmelfichte, Balkanginster, Japanahorn, Rosmarinseidelbast oder Fächerzwergmispel pflanzen. Grazile Gräser, wie Zitter-, Feder- oder Blaugras, sowie grüne Farne, wie Tüpfel-, Hufeisen-, Wimpern- oder Rippenfarn, sehen im Steingarten äußerst dekorativ aus.

Beginnen Sie mit der Solitärbepflanzung. Es folgen kleinere Gehölze, Stauden Farne, Gräser und zum Schluss einjährige Sommerblumen. Frühjahrsblühende Zwiebel- und Knollenpflanzen, wie Krokus, Winterling oder Alpenveilchen sorgen für Abwechslung. Und mit passenden Sommerblumen, wie Mutterkraut, Duftsteinbrach oder Husarenknopf, lässt sich der Garten jedes Jahr ein wenig anders gestalten.

 

Laubgewächse sollten vorzugsweise im Herbst oder Frühjahr gepflanzt werden. Stauden, Gräser oder Farne, die als Containerware gekauft werden, können eigentlich das ganze Jahr über bei frostfreien Böden gepflanzt werden. Frühjahrsblühende Knollen- und Zwiebelpflanzen kommen im Herbst in die Erde. Sommerblühende, nicht winterharte Zwiebeln und Knollen, wie Gladiolen, müssen im Herbst ausgegraben werden und an einem kühlen, aber frostfreien Ort überwintern. Im nächsten Frühjahr, wenn die Frostgefahr vorüber ist, werden sie wieder in die Erde gesetzt.

Neupflanzungen stets gut angießen und auch in den ersten Wochen ausreichend mit Wasser versorgen. Bewässern Sie am Morgen oder am Abend, nicht jedoch in der prallen Mittagssonne.