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Gewöhnlicher Spindelstrauch - Sträucher und Hecken im Garten

Der Gewöhnliche Spindelstrauch, auch als Pfaffenhütchen bekannt, gehört zur Familie der Spindelbaumgewächse. Es handelt sich um einen vor allem im Herbst prächtig aussehenden Strauch. Mit der roten Blattfärbung und dem auffälligen Fruchtschmuck zieht er die Blicke zu dieser Jahreszeit auf sich.

Der Spindelstrauch erreicht Höhen von bis zu 3 m. Er hat einen recht sperrigen und stark verzweigten Wuchs. Die dünnen, rutenförmigen Seitenzweige stehen fast rechtwinklig ab und sind auch im Winter grün. Der Strauch gehört zu den Flachwurzlern und besitzt ein dicht verzweigtes, flaches Wurzelwerk.

Die kleinen, unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni. Sie sind weiß bis hin zu einem blassen Grün und locken viele Insekten, in erster Linie Fliegen, an.

Der Strauch färbt seine im Sommer grünen Blätter im Herbst in leuchtende Rot-, Orange- oder Gelbtöne, bevor sie dann nach und nach abfallen.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Die Früchte reifen ab September aus den verwelkten Blütenständen. In den leuchtend rosa bis roten Kapselfrüchten befinden sich die Samen, die nach dem Öffnen der Fruchtblätter aus den Kapseln heraushängen und eine Zierde für den herbstlichen Garten sind. Für Vögel, wie das Rotkehlchen oder die Drossel, sind sie eine wichtige Nahrungsquelle im Winter.

Sämtliche Pflanzenteile des Strauches gelten als stark giftig, vor allem seine verlockenden Früchte. 2006 wurde der Gewöhnliche Spindelstrauch sogar zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Er ist ein robustes und beliebtes Ziergehölz für Gärten und Parkanlagen, eignet sich hervorragend für die Ufer- und Böschungsbepflanzung und kann vor Erosion schützen. Kleinere Arten lassen sich auch gut als Kübelpflanzen kultivieren.

 

Pflanzung

Selbst auf noch nicht kultivierten Rohböden gedeiht der Gewöhnliche Spindelstrauch. Er ist äußerst anspruchslos, was die Bodenverhältnisse angeht. Auf feuchten Böden wächst die Pflanze sehr rasch, auf trockenen Böden ist mit einer reicheren Blüte zu rechnen.

Vermehren lässt sich der Gewöhnliche Spindelstrauch durch Kriechsprossen oder Stecklinge. Auch eine Aussaat ist möglich. Es dauert jedoch mehrere Jahre, bis der Strauch das erste Mal Blüten und Früchte trägt. Als Kaltkeimer benötigt er niedrige Temperaturen zum Keimen, deshalb eignet sich für Aussaat der Herbst oder das zeitige Frühjahr.

 

Pflege

Der Gewöhnliche Spindelstrauch ist äußerst anfällig für einen besonderen Schädling, die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte. Die gelben, schwarz gepunkteten Raupen fressen die Blätter ab. Befallene Äste müssen umgehend entfernt und vernichtet werden und der verbleibende Strauch sollte mit einem Insektizid behandelt werden.

Der Spindelstrauch ist winterhart. Lediglich in Kübeln kultivierte Pflanzen benötigen einen Winterschutz, damit der Wurzelballen nicht einfriert.

 

 

 

 

Kriech-/ Kletterspindelstrauch

Diese Spindelstrauchart wird sowohl als Kriechspindel als auch als Kletterspindel bezeichnet, denn sie kann als bodendeckende Pflanze oder als Kletterpflanze wachsen.

Mit 10 bis 20 cm Wachstum pro Jahr ist der Strauch langsam- bis mäßig schnellwüchsig. Dies ist natürlich in erster Linie von Standort und Pflege abhängig.

Der Kriechspindel besitzt im Gegensatz zum Gewöhnlichen Spindelstrauch keine auffälligen Früchte und verliert im Herbst sein Laub nicht, sondern bleibt immergrün.

Die kleinen, unscheinbaren Blüten sind weiß oder grün-gelb.

Der Kriechspindel eignet sich für die Begrünung von Mauern, Zäunen oder Hauswänden. Er bietet eine gute Alternative zum Efeu, da er nicht wuchert. Weges seines immergrünen Laubes kann er gut als Sichtschutz dienen.

Als robuste, bodendeckende Pflanze wird der Kriechspindel auch besonders gern als Hangbepflanzung oder Grabbepflanzung verwendet.

 

 

 

Pflanzung

Der Kriechspindel stellt keine großen Ansprüche an seinen Standort. Er verträgt volle Sonne, Halbschatten und sogar tiefen Schatten. Wobei die Blühfähigkeit im Schatten nachlässt. Die buntblättrigen Sorten bekommen nur an einem sonnigen Plätzchen bunte Blätter. Im Schatten vergrünt das Laub.

In rauen Lagen ist es besser den Strauch an einen geschützten Platz zu pflanzen, um eventuelle Frostschäden in besonders kalten Wintern zu vermeiden.

Der Pflanzabstand sollte in etwa halb so groß sein, wie die geplante Wuchshöhe, mindestens jedoch 50 cm zwischen den einzelnen Pflanzen.

Für die Vermehrung eignet sich am besten das Schneiden halbverholzter Stecklinge im Sommer. Sie bewurzeln rasch in Wasser oder Anzuchterde.

Pflege

Der Kriechspindel bevorzugt einen gleichmäßig feuchten Boden, deshalb bei trockener Witterung mäßig aber regelmäßig bewässern. Jedoch erst gießen, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Im Schatten kommt die Pflanze auch gut mit Trockenheit zurecht, jedoch sollte man sie auch hier nicht zu sehr austrocknen lassen. Denn dadurch wird die Pflanze geschwächt und anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Der Kriechspindel benötigt keinen allzu nährstoffreichen Boden. Mit einer dicken Mulchschicht kann man sich zusätzliches Düngen sparen.

Einen regelmäßigen Schnitt benötigt die Pflanze ebenfalls nicht. Ist sie jedoch zu groß geworden oder soll in Form gebracht werden, können die Triebe beliebig gekürzt werden. Der Strauch ist äußerst schnittverträglich.

Der Kriechspindel ist winterhart und hält Temperaturen bis zu -20 °C stand. Aus diesem Grunde benötigt er keinen Winterschutz.