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Die Seerose - Wasserpflanzen für den Gartenteich

Die Seerose gehört wegen ihrer farbenprächtigen, eleganten Blüten und ihres attraktiven Blattwerkes zu den beliebtesten  Wasserpflanzen für Teich und Garten. Sie ist meistens mehrjährig und nur sehr selten einjährig zu finden. Einige Seerosenarten sind vom Aussterben bedroht und stehen deshalb unter Naturschutz.

Es gibt klein- und großwüchsige Sorten und demzufolge mehr oder weniger Platz und Wassertiefe benötigen sie. Die sogenannten Zwergensorten gedeihen selbst in Miniteichen sehr gut.

Die Seerosenblüten und –blätter wachsen an langen Stängeln zur Wasseroberfläche. Die Stängel sind biegsam und können bis zu 2 m lang werden. Über Luftkanäle im Innern der Stängel werden die Wurzeln im Schlammboden mit Sauerstoff versorgt.

Die Blüten stehen einzeln und können bis zu 20 cm Durchmesser erreichen. Sie erscheinen ab Mai und blühen bis in den September hinein. Je nach Sorte können sie u.a. sternenförmig sein oder an die Form von Chrysanthemen erinnern. Die Blütenfarbe kann weiß, gelb, rosa, rot, lachsfarben, violett, lila  oder blau sein. Manche Sorten verändern ihre Blütenfarbe während des Blühverlaufes. Viele Seerosenblüten verströmen einen angenehmen Duft.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Aber nicht nur die prächtige Blüte sondern auch die großen tellerförmigen Schwimmblätter machen die Pflanze so attraktiv. Mehrschichtige Luftspalten zwischen dem Blattgewebe sorgen für ihre Schwimmfähigkeit. Die Blätter sind lederartig und sehr robust. Eine Wachsschicht auf der Oberfläche lässt Wassertropfen abperlen und verhindert so ein Benetzten mit Wasser.

Mit ihren langen Wurzeln verankert die Seerose sich im Schlammgrund. Darüber hinaus speichern die Wurzeln wertvolle Nährstoffe, die die Pflanze das ganze Jahr über, vor allem aber im Winter und Frühjahr benötigt. 

Pflanzung

Die wärme- und lichtliebende Seerose bevorzugt einen sonnigen Standort.

An das Wasser stellt die Pflanze keine besonders hohen Ansprüche. Selbst in kleineren Teichen oder Wasserbecken fühlen sich bestimmte Sorten wohl. Jedoch sollte das Wasser unbedingt nährstoffreich sein. Denn vor allem die großwüchsigen Sorten haben einen hohen Nährstoffbedarf.

Bevor man sich für eine Sorte entscheidet, sollten man sich gut informieren, ob die Seerose Frost verträgt. Falls nicht, muss man sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, wo die Pflanze überwintern soll.

Die optimale Pflanzzeit ist im Frühsommer, denn dann haben die Pflanzen noch Gelegenheit gut anzuwurzeln. Aber auch im Herbst kann gepflanzt werden. Da Seerosen ziemlich schnell wuchern, sollten sie in kleinen Teichen besser in Pflanzkörben ausgesetzt werden. Dann verbreiten sie sich nicht so stark und lassen sich leichter pflegen. Die prachtvolle Blüte lässt meistens noch eine Weile auf sich warten und erscheint erst ein Jahr nach der Pflanzung.

Bei der Wassertiefe muss man unbedingt die Bedürfnisse der jeweiligen Sorte berücksichtigen. Diese hängen in erster Linie mit dem Wuchs zusammen. Kleinwüchsigen Seerosen genügt eine Wassertiefe zwischen 15 und 25 cm. Werden sie wesentlich tiefer gesetzt, kann dies dazu führen, dass mehr Laubblätter zu Lasten der Blüte ausgebildet werden. Die großwüchsigen Sorten benötigen eine Mindesttiefe von 80 cm.

Die Samen der Seerose befinden sich in einer Art Schwimmblase. Sie treiben einige Zeit auf dem Wasser und können sich verbreiten, bevor die Blase die Luft verliert und die Samen auf den Boden des Gewässers sinken und dort beginnen zu keimen.

 

 

 

Pflege

Um die Pflanze mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, genügt in der Regel eine Gabe Langzeitdünger im Frühjahr. Die Düngerkugel oder –stäbchen sollten möglich nah am Wurzelballen in das Bodensubstrat gedrückt werden.

Seerosen in Pflanzkörben regelmäßig umtopfen, um ihnen ausreichend Platz zum Wachsen zu gewähren. Außerdem verhindert man dadurch, dass die Wurzeln das Gefäß durchbrechen und sich im gesamten Teich verbreiten.

Bedeckt das Laub der Seerosen mehr als ein Drittel der Wasseroberfläche, sollte ausgelichtet werden.

Im Sommer sollten die Pflanzen gelegentlich auf Schädlinge, wie Blattläuse oder Seerosenblattkäfer untersucht werden. Sie können mit einem starken Wasserstrahl abgespritzt oder abgesammelt werden. Auf chemische Mittel sollte weitestgehend verzichtet werden, um das Wasser nicht zu kontaminieren.

Seerosen sind anfällig für die Blattfleckenkrankheit. Eine kräftige, vitale Pflanze muss in der Regel kaum behandelt werden, sondern bekommt die Krankheit selbst in den Griff. Nur bei starken Krankheitsausmaßen muss man eingreifen. 

 

 

 

Die meisten Seerosenarten sind winterhart. Lediglich Pflanzen, die in sehr geringer Wassertiefe stehen, die von einer dicken Eisschicht umfroren werden und davon eingehen könnten, sollten in tiefere Stellen des Teiches umgepflanzt werden. Am besten ist es, sie gleich in einen Pflanzkorb einzupflanzen, dann muss der Korb im Herbst nur noch umgestellt werden.

Es gibt jedoch auch nicht winterharte oder tropische Sorten, die gar keinen Frost vertragen. Sie müssen im Herbst rechtzeitig, bevor der Frost einsetzt, aus dem Teich genommen werden und in einem kühlen, aber frostfreien Raum überwintern. Eine mit Wasser befüllte Wanne im Keller oder im beheizten Gewächshaus kann als Winterquartier dienen. Viel Platz und Wasser benötigt die Pflanze nicht. Nur so viel, dass sie leicht mit Wasser bedeckt ist. Auch Licht braucht die Pflanze während der Winterruhe kaum.

Tropische Seerosensorten benötigen hingegen auch während der Überwinterung helles Licht und warme Wassertemperaturen zwischen 23 und 25 °C. Deshalb ist ihre Überwinterung wesentlich aufwendiger. Man muss das Wasser beheizen und für zusätzliche Beleuchtung sorgen, denn das Tageslicht im Winter ist nicht ausreichend für die tropischen Seerosen.