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Gehölzschnitt - Schnittarten - Erziehungsschnitt, Formschnitt, Instandhaltungsschnitt, Verjüngungsschnitt, Heckenschnitt, weitere Schnittmaßnahmen

Erziehungsschnitt

Der Erziehungsschnitt wird bei Jungpflanzen in den ersten Jahren ausgeführt, um einen kräftigen und artgerechten Wuchs anzuregen. Am besten geeignet für den Erziehungsschnitt ist ein frostfreier Tag im Spätwinter. Hierbei werden kräftige Triebe als Leittriebe gefördert und unerwünschte kleine oder falsch wachsende Triebe entfernt. Um die Krone zu formen, werden Steiltriebe und Konkurrenztriebe der Leittriebe entfernt.


Formschnitt

Einige Heckenpflanzen eignen sich für den Schnitt geometrischer oder fantasievoller Formen. Um die Form zu erhalten, muss regelmäßig geschnitten werden. Für einfache Formen genügt das Augenmaß. Für komplexere Formen gibt es Gerüste aus Draht, die man bereits beim Einpflanzen auf die Pflanze setzen kann und an denen die wachsenden Zweige angebunden werden. Wenn die gewünschte Form erreicht ist, braucht man nur noch regelmäßig überstehende Triebe zu schneiden.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Instandhaltungsschnitt

Der Instandhaltungsschnitt unterstützt den gleichmäßigen Wuchs der Krone und hält den Baum gesund. Werden Gehölze nicht regelmäßig geschnitten und ausgelichtet, bilden sie kein dichtes Laub, die inneren Zweige werden schwach und krankheits- sowie schädlingsanfällig. Damit alle Äste ausreichend Licht und Luft bekommen, muss die Mitte der Krone ausgelichtet werden. Sich kreuzende Äste sowie dünne und schwache Äste werden hierbei entfernt.

Der richtige Zeitpunkt für den Instandhaltungsschnitt ist in der Regel zwischen November und März. Da durch den Schnitt das Wachstum angeregt werden soll, ist die Zeit nach der winterlichen Ruhephase im März besonders geeignet. Mit Ausnahme der frühjahrsblühenden Gehölze, da die Blütenknospen bereits im Vorjahr gebildet wurden. Diese Pflanzen werden unmittelbar nach der Blüte geschnitten.

Ein starker Schnitt sorgt für einen starken Neuaustrieb. Deshalb genügt bei Gehölzen mit starkem Wuchs das Entfernen der Triebspitzen.


Verjüngungsschnitt

Wurde bei bereits älteren Bäumen der regelmäßige Schnitt vernachlässigt oder wurde der Baum beschädigt, kann mit einem Verjüngungsschnitt der Baum radikal eingekürzt werden. Vorausgesetzt das Gehölz verkraftet, eine solche Radikalkur und besitzt noch ausreichend Lebenskraft.

Beim Verjüngungsschnitt schneidet man die Leitäste direkt an der Basis ab. Bei bestimmten Arten, wie Flieder, ist sogar ein Rückschnitt des Stammes 15 cm oberhalb des Bodens möglich.


Heckenschnitt

Hecken müssen regelmäßig in Form geschnitten werden. Damit die Heckenpflanzen an der Basis nicht verkahlen, sollten sie pro Jahr nicht mehr als 50 cm hoch wachsen. Geformte Hecken sollten ein- bis zweimal im Jahr geschnitten werden.

Der Heckenschnitt erfolgt am besten im Frühjahr, bevor die Sträucher austreiben. Ideal ist ein sonniger Tag mit Temperaturen über 5 °C. Ausnahme bilden wieder die Frühblüher. Sie werden unmittelbar nach der Blüte geschnitten, da die Blütenknospen bereits im Vorjahr gebildet werden.

Nadelgehölzhecken sollten zwischen Ende Juli und September geschnitten werden. So haben Sie Freude an den frischen grüne Trieben und die Pflanze die Gelegenheit ihre Schnittwunden vor Wintereinbruch ausreichend  vernarben zu lassen.

 

 

 

 

 

 Weitere Schnittmaßnahmen bei

Umpflanzung

Gewöhnlich rät man davon ab, einen alten Baum umzupflanzen. Manchmal ist dies jedoch die einzige Möglichkeit, ihn zu erhalten. Im Gegensatz zu den ausgewachsenen Bäumen, die in Baumschulen verkauft werden, verträgt ein alter Baum eine Umpflanzung nur sehr schlecht. In jedem Fall verkraftet er die Umsetzung besser, wenn er  entsprechend zurückgeschnitten wurde. Denn dadurch muss die Pflanze weniger Holz und Laub mit Nährstoffen versorgen und kann leichter anwurzeln. Die Äste werden jeweils auf einen Seitentrieb zurückgeschnitten, ohne dass der Baum seine natürliche Form verliert.

Bei Nadelbäumen werden lediglich zu lange Seitentriebe eingekürzt oder störende Äste entfernt. Ein stärkerer Rückschnitt wird von den meisten Nadelgehölzen nur schlecht vertragen, da sie aus dem alten Holz nicht mehr austreiben.

 

Frostschäden

Es gibt Gehölze, die nicht ganz so winterhart sind und bei Frost stark angegriffen werden. Ein starker Rückschnitt bis ins gesunder Holz ist dann erforderlich, um weitere Schäden zu vermeiden. Denn durch abgestorbenes Holz wird die Pflanze geschwächt und anfälliger gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Da im Frühjahr in der Regel erst das ganze Ausmaß der Schäden sichtbar wird, ist dies auch der richtige Zeitpunkt für diese Schnittmaßnahme. Ein ansonsten gesunder kräftiger Baum verträgt diesen Rückschnitt gewöhnlich gut. Sofern sehr viel Holz entfernt werden musste, sind in den darauf folgenden Jahren erzieherische Schnittmaßnahmen erforderlich, um wieder ein schönes Kronengerüst zu erhalten.