Hobbygaertner.nl durchsuchen:

 

© Horticulture - Fotolia.com

 

[Garten]
[Alpenveilchen]
[Dahlie]
[Gladiole]
[Hyazinthe]
[Krokus]
[Lilie]
[Märzenbecher]
[Narzisse]
[Schachbrettblume]
[Schneeglöckchen]
[Tulpe]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schneeglöckchen

Einer der bekanntesten Frühblüher ist das Schneeglöckchen. Es wächst sogar bei einer noch vorhandenen Schneedecke. Durch die Erzeugung von Biowärme bringt es den Schnee um sich herum zum Schmelzen. Das Schneeglöckchen gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Die krautige Pflanze ist ausdauernd und wächst eintriebig aus einer Zwiebel, die ihr als Überdauerungsorgan dient.

Der Frühblüher wird in der Regel nicht größer als 15 cm.

Die duftenden, zarten Blüten erscheinen bereits zum Winterende, ab Februar. Sie sind glocken- oder trichterförmig. Die Blütenfarbe ist stets weiß und im Kroneninneren grün-weiß gestreift.

Die dunkelgrünen Blätter sind schmal lineal. Nach der Blütezeit zieht die Pflanze ihre oberirdischen Pflanzenteile ein.

Das Schneeglöckchen als Vorfrühlingsbote ist wohl bekannt und in heimischen Gärten häufig zu finden. Damit sie im Garten nicht unbeachtet bleiben, empfiehlt sich ein Platz im Vorgarten, im Eingangsbereich oder im Blickbereich des Wohnzimmer- oder Esszimmerfensters.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

In naturnahen Gärten eignen sie sich gut zum Verwildern. Schneeglöckchen fühlen sich  vor oder unter sommergrünen Gehölzen äußerst wohl, denn diese lassen im Frühjahr noch ausreichend Licht durch die Krone. Unter Nadelgehölzen ist es nicht nur zu dunkel, sondern das Schneeglöckchen verträgt auch die damit verbundenen sauren Böden nicht. Schneeglöckchen lassen sich sehr schön mit anderen Frühblühern, wie Krokus, Winterling oder Zaubernuss kombinieren.

Sie können auch in Töpfen oder Balkonkästen kultiviert werden.

Die im Schneeglöckchen enthaltenen Inhaltsstoffe werden zum Teil als Heilmittel gegen Demenz verwendet.

In der freien Natur stehen Schneeglöckchen unter Naturschutz und dürfen weder gepflückt noch beschädigt werden. Sie sind hin und wieder unter lichten Gehölzen oder in Auenwäldern zu finden.

Sämtliche Pflanzenteile des Schneeglöckchens sind schwach giftig. Vor allem in der Zwiebel befinden sich hohe Alkaloid-Konzentrationen.

Pflanzung

Schneeglöckchen sollten ein möglichst helles Plätzchen im Garten erhalten, jedoch nicht unbedingt in der direkten Sonne.

Der Boden sollte humos und frisch bis feucht sein. Trockene oder sandige Böden sind ebenso ungeeignet, wie Böden mit Staunässe.

Pflanzzeit ist wie bei den meisten Frühblühern der Herbst. Die Pflanztiefe sollte etwa das 2- bis 3-fache der Zwiebelgröße betragen. Am besten wirken die Pflänzchen in kleinen Gruppen von etwa 5 Zwiebeln gepflanzt. Da das Schneeglöckchen von selbst Kolonien bildet, sollte man zur nächsten gepflanzten Gruppe etwa 10 bis 15 cm Platz lassen.

Es gibt auch in der Gärtnerei vorgezogene Pflanzen, die am Ende des Winters in den Garten gesetzt werden können. Den Topf vor den Einpflanzen gut wässern.

Das Schneeglöckchen bildet bei guten Standortbedingungen durch Brutzwiebeln und Selbstaussaat von Samen größere Kolonien. Die Brutzwiebeln können nach der Blüte vorsichtig mit einer Grabegabel ausgegraben und an einen anderen Platz wieder eingepflanzt werden.

 

 

 

Pflege

Sind Schneeglöckchen erst einmal gut angewachsen sind sie sehr pflegeleichte Pflanzen. Düngung ist hier nicht notwendig und sollte sogar unterbleiben, da der dadurch geförderte Blattwuchs auf Kosten der Blütenfülle geht.

In Töpfen oder Blumenkästen kultiviert, muss die Pflanze gut mit Wasser und ggf. auch mit Dünger versorgt werden.

Nach der Blüte produzieren die Blätter wichtige Nährstoffe für die Blüte im nächsten Jahr. Sie werden den Winter über in der Zwiebel gespeichert. Erst wenn das Laub vergilbt und welk ist, darf es entfernt werden. Dies wird frühestens 6 Wochen nach der Blüte sein. In naturnahen Gärten das Laub am besten von selbst einziehen lassen.

Die Zwiebeln sind winterhart und können lange Zeit an ein und demselben Ort im Boden verbleiben.