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Der Riesen-Bärenklau - große Stauden für große Gärten

Der Riesen-Bärenklau wird häufig auch als Herkulesstaude bezeichnet. Die krautige Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler.

Sie wird bis zu 4 m hoch und ist somit eher für große Gärten geeignet.

Der Bärenklau ist zweijährig. Im ersten Jahr bildet er lediglich eine Blätterrosette, im zweiten Jahr blüht er und stirbt nach der Fruchtreife ab. 

Die vielen kleinen Einzelblüten erscheinen im Juni, blühen bis zum Sommerende und stehen in Dolden dicht beieinander. Die Blütendolden stehen endständig und werden zwischen 30 und 50 cm groß. Die Blütenfarbe ist weiß oder rosa. Bienen fühlen sich stark von den nektarreichen Blüten angezogen. Jede einzelne der tausend kleinen Blüten entwickelt nach dem Verblühen zwei Früchte mit Samen, die sich, sobald sie reif sind, verbreiten und für eine starke Vermehrung sorgen.

Die Stängel sind behaart, stark verzweigt und innen hohl. Am Grund kann der Stängel einen Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen.

Die großen Blätter sind grün und gefiedert. An der Unterseite sind die Blätter kurz behaart. Sie können innerhalb kürzester Zeit über 1 m lang werden.

Der Bärenklau besitzt eine lange Pfahlwurzel, die bis zu 60 cm tief in den Boden ragt und der Pflanze festen Halt gibt.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

In der Natur hat sich der Riesenbärenklau vor allem auf Waldlichtungen, auf Wiesen sowie an Weg- oder Straßenrändern stark ausgebreitet. Er kann wegen seiner Konkurrenzstärke, der fehlenden natürlichen Feinde und der starken Selbstaussaat zum Problem werden, denn er verdrängt andere einheimische Pflanzen und die Tiere, die sich von diesen Pflanzen ernähren. Im heimischen Garten kann es zu einem Wuchern des Bärenklaus kommen.

Die Pflanze ist giftig und kann bei Kontakt, vor allem mit den enthaltenen Pflanzensäften, Hausreizungen auslösen. Sollte die bloße Haut mit der Pflanze in Berührung gekommen sein, am besten die betroffene Stelle mit viel Wasser spülen und das Sonnenlicht vermeiden, denn das Gift wirkt phototoxisch, also unter Sonneneinstrahlung.

Pflanzung

Wegen seiner Größe benötigt der Bärenklau viel Platz. Er ist sehr anspruchslos was den Boden betrifft, gedeiht jedoch besonders gut auf nährstoffreichen, nicht zu sauren Böden.

Blüten treibt der Bärenklau gewöhnlich nur an einem sonnigen Standort.

Die Pflanze breitet sich durch Selbstaussaat sehr stark aus. Da jede Einzelblüte Früchte mit Samen ausbildet, kann allein eine Pflanze pro Jahr bis zu 40.000 Samen produzieren, die sich durch Wind und Wasser verbreiten. Im Boden bleiben die Samen bis zu 7 Jahren keimfähig.

Wegen der starken Verbreitung sollte man sich vorher wirklich gut überlegen, ob man sich dieses Gewächs in den Garten pflanzt.

 

 

 

Pflege

Bärenklau ist sehr robust und  unempfindlich gegen Trockenheit.

Damit sich die Pflanze nicht unkontrolliert im ganzen Garten und dem des Nachbarn ausbreitet, sollten die Blütenstände unmittelbar nach dem Verblühen entfernt werden, bevor die Samenbildung einsetzt.

Was tun, wenn man eine solche Pflanze nun im Garten hat und sie wieder loswerden möchte? Bloßes Abschneiden der oberirdischen Teile genügt leider nicht, da die Pflanze aus der Wurzel neu austreibt. Deshalb muss die Wurzel mindestens 20 cm tief ausgegraben bzw. abgestochen werden. In der nachfolgenden Zeit muss regelmäßig nachkontrolliert werden. Falls neue Jungpflanzen keimen, muss man diese umgehend entfernen. Diese Bekämpfungsmaßnahmen können mehrere Jahre dauern, bis die Pflanze endgültig aus dem Garten verschwunden ist. Beim Entfernen des Bärenklaus muss der Hobbygärtner unbedingt Schutzkleidung und Schutzbrille getragen werden. Die bloße Haut darf nicht mit der Pflanze in Berührung kommen.