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Rhododendronblüte-2

Der Rhododendron - Sträucher und Hecken im Garten

Rhododendren gehören zu den Moorbeetpflanzen und sind für halbschattige bis schattige Standorte geeignet.
Der Rhododendron ist wegen seines immergrünen Blattwerkes und der farbenprächtigen, großen Blüten nach wie vor eine sehr beliebte Gartenpflanze. Ihre spektakuläre Blüte erscheint im Mai und Juni. Die meisten Arten behalten ihr Blattwerk über die kalte Jahreszeit.

Bei der Gartengestaltung und der Überlegung, sich einen Rhododendron anzuschaffen, muss man berücksichtigen, dass viele Arten sehr groß werden und viel Platz in der Breite benötigen. Deshalb ist er insbesondere für größere Gärten oder auch Parkanlagen geeignet.

Vorsicht ist jedoch bei Nutzung des Gartens durch Kinder geboten, denn die Blätter enthalten das Gift Andromedotoxin, das zu Vergiftungserscheinungen führen kann, wenn die Blätter in den Mund genommen oder verschluckt werden. Und auch für Tiere, wie Hunde, Katzen oder Pferde, kann das Pflanzengift gefährlich sein und im schlimmsten Fall zum Tod durch Atemlähmung führen.

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

Arten

Mehr als 1000 verschiedene Arten und noch wesentlich mehr Hybriden gibt es weltweit. Vor allem in Ostasien und dem nordamerikanischen Mittelgebirge sind besonders viele verschiedene Rhododendronarten in der Natur zu finden.

Sie variieren in Größe, Farbe, Blattwerk und Blüte. Es gibt zwergige Arten, die kleiner als 15 cm bleiben und baumartige Rhododendren, die bis zu 30 m hoch werden. Viele Rhododendronarten sind immergrün, das bedeutet, dass sie auch im Winter ihre Blätter behalten. Einige Arten, wie Feuerball, Tunis oder Buttercup werfen ihr Laub jedoch auch ab.

Die Alpenrose ist hierzulande der bekannteste Vertreter der Rhododendren. Sie hat einen eher gedrungenen Wuchs und wird nur zwischen  20 und 100 cm hoch. Sie hat einen stark buschigen Wuchs mit dicht verzweigten Ästen. Die Blüten stehen am Zweigende in Trauben dicht beieinander und blühen von Mai bis Juli.
Auch sämtliche Arten von Azaleen gehören zu den Rhododendren. Sie werden in einem weiteren Artikel näher erklärt.

 

Pflanzung

Containerware kann eigentlich die gesamte Vegetationsperiode über gepflanzt werden, einzige Voraussetzung sind frostfreie Böden. Empfehlenswert ist jedoch der Herbst oder auch das Frühjahr etwa einen Monat vor der Blüte.

Rhododendren haben es gerne leicht schattig, denn die ursprüngliche Heimat dieser Gewächse sind lichte Laubwälder mit wenig Sonne. Zur Mittagszeit sollten insbesondere junge Pflanze nicht direkt in der Sonne stehen. Sind die Pflanzen etwas älter, vertragen sie die pralle Sonne besser. Die Südwand des Hauses ist dennoch ein sehr ungünstiger Platz. Wählen sie ein leicht schattiges bis halbschattiges Plätzchen im Garten. Bekommt der Rhododendron jedoch zu wenig Licht, beispielweise an der Nordseite des Hauses, bildet er weniger Blüten. Einige Sorten, wie die flach wachsenden Yakushimanum-Hybriden besitzen eine Art Schutzschicht auf den frischen Austrieben, wodurch diese Arten auch in der vollen Sonne gedeihen.

Von Natur aus bevorzugen Rhododendren humusreichen, lockeren Boden. In schweren Lehmböden können sich die feinen Wurzeln nur schwer ausbreiten. Der Boden sollte leicht sauer sein, ein pH-Wert zwischen 4,20 und 5,50 ist ideal. Mit zu kalkhaltigen Böden oder Staunässe kommen sie nur schwer zurecht.

Findet man in seinem Garten nicht die idealen Bedingungen vor, können diese durch Aushub und Bodenverbessungsmaßnahmen geschaffen werden. Die Erde sollte etwa 50 cm tief und in einem Durchmesser von mindestens 1,50 ausgehoben und mit Humus und Sand oder Rhododendron-Erde verbessert werden.

Den Wurzelballen vor der Pflanzung gründlich wässern. Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen sein, damit die Wurzel ausreichend Platz haben und nicht abknicken.
Die Pflanze darf nicht tiefer eingepflanzt werden, als sie vorher stand, denn sonst bekommt sie nicht ausreichend Luft und geht unter Umständen ein.

 

 

 

 

Pflege

Rhododendren sind nicht besonders pflegeintensiv, jedoch benötigen sie viel Wasser, da sie flach wurzeln und wegen der starken Belaubung nur wenig Regenwasser an das Wurzelwerk gelangt. Deshalb möglichst am Stammgrund unterhalb der Blätter wässern. Die immergrünen Arten müssen auch im Winter bei trockener Witterung bewässert werden. Dies sollte jedoch nur an frostfreien Tagen geschehen. Eine Mulchschicht kann zusätzlich vor Austrocknung schützen.
Gedüngt wird mit saurem Dünger. Im Handel ist auch spezieller Rhododendrondünger erhältlich.
Verwelkte Blütenstände sollten vorsichtig herausgebrochen werden, bevor die Samenbildung einsetzt. Dadurch hat die Pflanze mehr Kraft für die Bildung der nächstjährigen Knospen.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Ist Pflanze zu groß geworden, kann sie jedoch im zeitigen Frühjahr gestutzt werden.

 

 

 

 

Krankheiten und Schädlinge

Knospensterben

Beim Knospensterben werden die Knospen grau und sterben ab. Ursache ist ein Pilz, der vor allem durch die Rhododendronzikade bei der Eiablage übertragen wird. Die toten Knospen fallen nicht ab, sondern verbleiben 2 bis 3 Jahre an den Trieben, in ihnen entwickeln sich die Fruchtkörper des Pilzes.

Um einer Ausbreitung vorzubeugen, sollten abgestorbene Knospen bereits im zeitigen Frühjahr entfernt werden. Bei starkem Befall kann unter Umständen eine chemische Bekämpfung notwendig sein.

Zweigsterben

Auch das Zweigsterben wird durch eine Pilzerkrankung hervorgerufen. Als erstes wird die Endknospe von dem Pilz befallen und wird braun. Danach werden Zweige und Blätter befallen. Die Blätter werden fleckig, braun und rollen sich ein oder fallen ab. Und auch die Zweige werden braun und welken.

Da in der Regel nur einzelne Triebe von diesem Pilz befallen werden, können diese entfernt und bis tief ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden.

Rhododendronhautwanze

Rhododendron

Die Rhododendronhautwanze legt ihre Eier im Sommer und Herbst an den Blätterunterseiten des Rhododendrons ab, besonders die oberen Blätter sind häufig befallen. Nach den Eisheiligen im darauffolgenden Jahr schlüpfen die Larven, wachsen zu etwa 4 mm großen Wanzen heran und saugen den Pflanzensaft aus den Blättern. Die Blätter verblasen, werden fahlgrün mit gelben Sprenkeln und auf der Unterseite sind dunkle Kotflecken zu finden. Leider sind die Tierchen durch ihre häutigen, durchsichtigen Flügel kaum zu erkennen. Die jungen Larven können nach dem Schlüpfen mit Spritzmittel bekämpft werden.

Gefurchter Dickmaulrüßler

Fraßstellen im Frühjahr deuten auf den gefurchten Dickmaulrüßler hin. Die nachtaktiven bis 1,3 cm großen Käfer fressen die Blätter an.
Viel gefährlicher sind jedoch die ab August schlüpfenden Larven, die die feinen Wurzeln des Rhododendrons abfressen und große Schäden anrichten können. Bei starkem Befall können die Blätter welken und die gesamte Pflanze eingehen.
Durch nächtliches Abklopfen und Auffangen der Käfer kann man der Eiablage und dem Blattfraß vorbeugen. Die Larven lassen sich außerdem durch den Einsatz von Fadenwürmern bekämpfen.