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Rasenpflege - Rasen vertikutieren

Gras benötigt zum Wachsen nicht nur Nährstoffe sondern auch Licht, Luft und Wasser. Deshalb sollte die Rasenfläche immer möglichst hell und luftig sein. Pflanzenreste, Laub und Schnittgut (außer als Mulchschicht) müssen regelmäßig entfernt werden, denn sie verhindern, dass die dringend benötigten Nährstoffe bis zu den Graswurzeln vordringen. Das kann zu oberflächlichen Wurzeln, Rasenfilz und Rasenkrankheiten führen.

Um dies zu verhindern, sollte man dem Rasen nach der langen Winterpause eine regenerierende Verjüngungskur gönnen. Mit einem Vertikutierer lässt sich der Rasenfilz besonders gut entfernen. Dieser Filz verhindert, wenn er zu dicht ist, dass ausreichend Wasser bis in die tiefen Graswurzeln gelangt. Außerdem wird mit der Filzentfernung das Rasenwachstum angeregt.  Der Boden wird durch das Vertikutieren besser belüftet, dies reduziert die Bodenverdichtung, fördert eine tiefe Wurzelbildung und stärkt den Rasen.


 

 

Der Vertikutierer ritzt die Grasnarben leicht an, so dass Nährstoffe besser aufgenommen werden können und der Austrieb der Gräser neu angeregt wird.

Nach dem Vertikutieren sieht der Rasen erstmal nicht so ansehnlich aus, aber nach einigen Wochen wird er um so dichter nachwachsen.

Sofern man keinen Vertikutierer zur Hand hat, sollte man das Moos, die Verfilzungen und das Unkraut zumindest mit einem Rechen oder Laubbesen entfernen. Dies ist jedoch eine sehr zeitintensive und mühsame Arbeit.

 

Zeitpunkt

Der optimale Zeitpunkt ist das zeitige Frühjahr, sobald der Boden abgetrocknet ist. Bei trockenem Boden geht das Vertikutieren einfacher, der Rasen wird geschont und der Vertikutierer nicht so stark beansprucht.

Man sollte je nach Zustand des Rasens zum Ende der Vegetationsperiode, im Herbst, noch einmal vertikutieren. Denn die verstärkte Feuchtigkeit und Kälte begünstigen die Verbreitung von Moos, besonders an schattigen und feuchten Stellen.

 

 

 

 


 

 

Vertikutieren

Vor dem Vertikutieren sollte der Rasen kurzgeschnitten werden. 3 – 4 cm Schnitthöhe sind optimal.

Wurde der Rasen längere Zeit nicht vertikutiert und sind starke Verfilzungen oder Moosbefall vorhanden, sollte man einmal in Längs- und einmal in Querrichtung vertikutieren. Bei gepflegtem Rasen reicht es aus, nur in einer Richtung zu vertikutieren. Beim nächsten Mal den Vertikutierer möglichst versetzt zur vorherigen Richtung benutzen, dann wird der Rasen nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen.

Nach dem Vertikutieren ist es ratsam, die erste Düngergabe zu verabreichen, so wird der Rasen mit wichtigen Nährstoffen versorgt und das Wachstum zusätzlich angeregt.

Bei trockener Witterung sollte der Rasen bewässert werden, vor allem wenn eine Düngergabe erfolgt ist, denn sonst besteht die Gefahr, dass der Rasen verbrennt.

 

 

 

 

Nachsäen

Je nachdem wie stark der Rasen verfilzt oder vermoost war, werden nach dem Vertikutieren kahle Stellen sichtbar. Diese wachsen in der Regel von allein wieder zu. Bei größeren Kahlstellen empfiehlt es sich, den Rasen nachzusäen. Es gibt sogar spezielle Regenerationsrasensamen, die besonders schnell die Kahlstellen begrünen. Eine dünne Schicht Rasenerde über dem Samen kann zusätzlich Austrocknung schützen.

Anschließend müssen die nachgesäten Stellen feucht gehalten werden, bis das Gras gut aufgebaut ist und die ausgebesserten Stellen kaum noch sichtbar sind. Bei trockender, warmer Witterung muss unter Umständen sogar mehrmals täglich bewässert werden, damit die Saat bzw. die jungen Grashalme nicht austrocknen

 

 

 


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