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Rasenpflege - Rasen düngen

Rasendüngung

Um den Rasen sattgrün, gesund und belastbar zu erhalten, ist die Zufuhr von Nährstoffen genauso wie bei anderen Pflanzen unerlässlich.

Vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium benötigen die  Gräser zum Wachsen und Gedeihen. Stickstoff ist für das durch den regelmäßigen Rasenschnitt angeregte Wachstum der Gräser unentbehrlich und vor allem im Frühjahr und Sommer sehr wichtig. Ist er nicht ausreichend im Boden vorhanden, wird das Gras gelbgrün und wächst nicht mehr dicht genug. An den dadurch entstehenden kahlen Stellen breiten sich schnell Moos und Unkraut aus.

Phosphat regt die Bildung der Wurzeln an. Im Herbst wird vor allem Kalium benötigt, denn es stärkt den Rasen für die kalte Jahreszeit und schützt vor Krankheiten und vor Frostschäden im Winter.

Die Dosierung des Düngers ist von der Beschaffenheit des Bodens abhängig, sowie vom Grastyp, der Beanspruchung des Rasens und davon ob das Schnittgut entfernt oder gemulcht wird. So brauchen beispielsweise sandige Böden, die die Nährstoffe rasch ausschwemmen, mehr Dünger als schwere, lehmige Böden.

 


 

 

Arten

Allgemein üblicher Dünger, der in der Landwirtschaft oder in Gärtnereien verwendet wird, ist für Rasen ungeeignet, da er eine für Rasen falsche Nährstoffkombination enthält. Dieser Dünger fördert fast ausschließlich das Längenwachstum, was nur zu einem höheren Arbeitsaufwand und mehr Schnittgut führen würde.

Für Rasenflächen sollte man ausschließlich speziellen Rasendünger verwenden.

Die Nährstoffe aus mineralischem Kurzzeitdünger sind zwar sehr schnell verfügbar, da der Dünger schnelllöslich ist. Sie wirken jedoch nur für eine kurze Zeit und nicht anhaltend, so dass regelmäßig nachgedüngt werden müsste. Außerdem besteht bei falscher Dosierung oder unsachgemäßer Anwendung die Gefahr der Verbrennung des Rasens.

Rasenlangzeitdünger, der die Nährstoffe langsam und dosiert abgibt, ist besonders effektiv. Er versorgt den Rasen über einen langen Zeitraum, zwischen 3 und 6 Monaten, mit den wichtigsten Nährstoffen in der richtigen Zusammensetzung. Durch die Nährstoffzufuhr wird das Dichtewachstum gefördert und die Auswaschung von Nitrat verhindert.

 

 

 

Für die letzte Düngung im Herbst sollte man einen stickstoffarmen Dünger verwenden, der reich an Kalium ist. Dieser stärkt die Wurzeln für den bevorstehenden Winter ohne das im Herbst unerwünschte Wachstum des Rasens zu fördern.

Rasensand und auch einige Volldünger enthalten Eisen. Das zur Moosbekämpfung eingesetzt wird. Darüber hinaus verleiht  es dem Gras eine sattgrüne, gesunde Farbe ohne das Wachstum anzuregen.

Mit organischem Dünger, wie Kompost oder Hornmehl, kann der Rasen zwar auch gedüngt werden, allerdings erfolgt die Zufuhr der Nährstoffe hier nur sehr unkontrolliert, die Zusammensetzung ist nicht optimal und der Boden wäre auf Dauer unterversorgt.

 


 

 

Zeitpunkt

Bei den üblichen Rasenflächen genügt es zwei bis drei Mal im Jahr zu düngen. Einmal zu Beginn der Vegetationsperiode im Frühjahr, bei stark beanspruchtem Rasen nochmals im Sommer und ein letztes Mal zum Ende der Vegetationsperiode im Herbst, damit der Rasen gut über den Winter kommt.

 

Anwendung

Den Dünger möglichst auf den kurz geschnittenen Rasen geben. Denn dann kommt er besser mit der Erde in Kontakt und kann schneller freigesetzt werden.

Damit das Gras nicht unterschiedlich stark wächst, muss der Dünger gleichmäßig auf der Rasenfläche verteilt werden. Es kann von Hand gedüngt werden.

Eine gleichmäßigere Verteilung erreicht man jedoch mit einem Streuwagen. Mit ihm fährt man ähnlich wie mit dem Rasenmähen über die Fläche. Am besten man halbiert die Düngergabe und trägt die erste Hälfte in die eine Richtung auf und die andere quer dazu.  Beim Befüllen des Wagens unbedingt darauf achten, dass kein Dünger daneben fällt, da dies zu Schäden und später braunen oder kahlen Stellen im Rasen führen kann.

Nach dem Düngen die Rasenfläche bewässern, so wird der Dünger verflüssigt und kann besser in den Boden eindringen und seine Wirkung entfalten.

 

 

 


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