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Primel

Die Primel gehört als Frühblüher zu den Vorboten des Frühlings, denn ihre zarten Blüten erscheinen bereits zum Winterende. Sie wird häufig auch als Schlüsselblume bezeichnet, denn einige Arten erinnern mit ihrer Blütenform an ein Schlüsselbund.

Die Wuchshöhe kann je nach Art ganz unterschiedlich ausfallen. Zwischen 5 cm und 1,2 m können die Stauden hoch werden.

Bereits zum Winterende hin erscheinen die ersten Primelarten und blühen bis Mitte des Sommers.

Die Blüten setzen sich aus 5 Blütenblättern zusammen, die ein weites Farbspektrum bieten, Weiß, Gelb, Rosa, Rot, Lila, Violett, Pink.  Die trichter- bis tellerförmigen Einzelblüten stehen meist zu mehreren in Dolden oder Rispen zusammen. Sie verströmen einen angenehmen Duft.

Aus den Blütenständen entwickeln sich nach der Blütezeit Kapselfrüchte, die zahlreiche Samen enthalten.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Die kahlen Laubblätter sind in Rosetten oder Büscheln angeordnet.

Primeln sind beliebte Zierpflanzen für Garten und Balkon. Sie eignen sich für Blumenbeete, Rabatten, Balkonkästen und Pflanzschalen. Sie fühlen sich im lichten Halbschatten des Gehölzrandes wohl. Wegen ihres niedrigen Wuchses eignen sie sich gut als Steingartengewächse.  Primeln und ihre Ausläufer bilden dichte Teppiche und können  als Bodendecker eingesetzt werden.

Man sollte berücksichtigen, dass die Staude ziemlich konkurrenzschwach ist und deshalb als Nachbarn ebenfalls wenig durchsetzungsfähige Pflanzen erhalten sollten.

Die Blüten und Wurzeln finden als Heilmittel Verwendung.

Primeln besitzen giftige Inhaltsstoffe, die bei empfindlicher Haut zu Hautreizungen führen können.

Arten

Die Gattung Primel umfasst mehr als 500 verschiedene Arten.

Die Kissenprimel blüht bereits ab Februar in Weiß, Gelb, Rosa, Pink, Lila oder Blau-violett. Sie wird zwischen 5 und 8 cm hoch und hat einen kompakten, teppichbildenden Wuchs. Sie breiten sich durch Ausläufer rasch und großflächig aus und neigen außerdem zu Selbstaussaat.

Bei der Kugelprimel sind die im Frühjahr erscheinenden Blüten zu kugeligen Blütenköpfen vereint. Sie blühen von blassem Lila bis Purpurrot. Die Kugelprimel wird etwa 30 cm hoch und bildet bis zu 20 cm lange, ledrige Blätter, die in Rosetten zusammenstehen. Oftmals wird diese Art auch ein- oder zweijährig gezogen.

Die Hohe Schlüsselblume wird bis zu 25 cm hoch und blüht zwischen März und Mai. Die hellgelben Blüten stehen in Dolden zusammen und die Laubblätter bilden Rosetten. Die Sorte sät sich sehr stark selbst aus. 

 

 

 

Pflanzung

Primeln sollten an einen sonnigen oder halbschattigen Standort gepflanzt werden. Die pralle Mittagssonne besser vermeiden.

Sie bevorzugen sandigen Boden. Er sollte frisch, feucht und humos sein. Viele Arten vertragen sogar sumpfigen Untergrund.

Gepflanzt werden kann zwischen Herbstmitte und Frühjahrsbeginn. Bei der Pflanzung etwas Kompost als Starthilfe mit einarbeiten.

Primel lassen sich durch Teilung vermehren. Diese sollte nach der Blüte durchgeführt werden.

Am einfachsten ist jedoch die Vermehrung durch Samen. Dafür einfach die welken Blüten stehen lassen und nicht abschneiden, dann sät sich die Pflanze selbst aus. Die Samen können auch  abgesammelt und an einer geschützten Stelle im Freiland ausgesät werden.

 

 

 

Pflege

Primeln benötigen gleichmäßig feuchte Erde. Sie sollte niemals ganz austrocknen.

In gut dränierten Böden die Primeln im Frühjahr und im Herbst leicht düngen, damit sie mit ausreichend Nährstoffen versorgt sind. Auf feuchten Böden wachsende Primeln erhalten im zeitigen Frühjahr am besten einen Volldünger und werden leicht gemulcht.

Sofern sich die Primeln nicht selbst aussäen sollen, putzt man die welken Blüten regelmäßig aus. Dann bleibt der Pflanze mehr Kraft für die Knospenneubildung und sie wird länger blühen. Viele Arten, wie die Kissenprimeln, sollten alle 3 Jahre geteilt werden, damit die Stauden nicht blühfaul werden.

Die meisten Arten sind winterhart und benötigen keinen Schutz. Einige sind etwas empfindlicher und sollten mit einer Schicht Laub oder Reisig abgedeckt werden.

Nicht selten werden Primeln von Schädlingen, wie Raupen, Schnecken, Blattläusen, Drahtwürmern oder Rüsselkäfern befallen. Zerfressene Blätter, verkümmerte Triebe und zerstörte Wurzeln können die Pflanze absterben lassen. Und auch von Braunfäule, Wurzelfäule, Grauschimmel, Rost oder der Blattfleckenkrankheit bleiben Primeln nicht verschont.