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Teichbau - Planung eines  Gartenteichs
Standort, Größe, Form, Material und Sicherheit

Da beim Bau eines Gartenteichs viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden müssen, sollte er gut geplant werden. So muss man sich beispielsweise hinreichende Gedanken über die Größe, Form und den Standort machen.

Standort

Ein Teich kann in der Mitte des Gartens platziert werden und zentraler Schwerpunkt des Gartens werden. Allerdings kann dies eine spätere Umgestaltung des Gartens stark behindern. So dass der Randbereich als Standort häufig besser geeignet ist.

Besonders reizvoll ist ein Teich direkt an der Terrasse oder einem anderen Sitzplatz. Denn dort kann man ganz gemütlich die Flora und Fauna genießen.

Gut geeignet für den Bau eines Teiches ist eine ebenerdige Rasenfläche. Der Teich sollte von allen Seiten begehbar sein, damit er sich leicht pflegen lässt. Ideal ist ein kleiner Weg, der um den Teich herumführt.

Plätze, die von vielen und großen Bäumen umgeben sind, sind ungeeignet und sollten nicht in Betracht gezogen werden. Durch das starke Wurzelwerk kann der Aushub schwierig und die Baumwurzel eventuell beschädigt werden. Später könnten die Wurzeln in die Teichfolie wachsen und sie beschädigen. Die im Herbst anfallenden Laubmassen verschmutzen den Teichboden und reichern ihn mit zu vielen Nährstoffen an. Dadurch wird das unerwünschte Algenwachstum gefördert. Baumnahe Standorte sind außerdem häufig zu stark beschattet, was negative Folgen für die Flora im und am Wasser hat. Denn Wasserpflanzen benötigen viel Sonne zum Wachsen und Blühen. Eine leichte Beschattung in der Mittagszeit wirkt sich hingegen positiv auf die Wasserqualität aus und der Teich kippt nicht so schnell um. 

In kleinen Gärten kann ein Gartenteich unter Umständen zu beengt wirken. Eventuell sollte man dann auf ein kleines Wasserbecken oder einen Miniteich zurückgreifen.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Größe

Die Größe des Gartenteiches ist vor allem natürlich von der zur Verfügung stehenden Gartenfläche und dem persönlichen Geschmack abhängig. Ein gut funktionierender Teich benötigt jedoch eine gewisse  Mindestgröße und Mindesttiefe, um sich selbst regulieren und reinigen zu können.

Je größer der Teich desto geringer der Pflegeaufwand. Denn das geringere Wasservolumen eines kleinen Teiches macht ihn bei Hitze relativ anfällig für Sauerstoffarmut. Fehlt der Sauerstoff, kippt das Gewässer. Größere Wassermengen unterliegen geringeren Temperaturschwankungen und können das ökologische Gleichgewicht besser halten.

Form

In Regel sollen Teiche möglichst natürlich wirken und werden dementsprechend gestaltet. Dies gilt auch für die Form. Sie kann beispielsweise rund, oval oder nierenförmig sein. Durch Einbuchtungen oder Halbinseln lässt sich die Form variieren und interessanter gestalten. Davon sollte allerdings erst ab einer Mindestgröße von 100 m² Gebrauch gemacht werden. Denn bei kleineren Teichen wird das Gesamtbild sonst nur noch mehr verkleinert. Sie sollten besser eine gleichmäßige Form besitzen.

Bei formal angelegten Gärten findet man vielleicht auch mal einen eckigen oder quadratischen Teich. Dies wird jedoch eher die Ausnahme sein.

Material

Ein Teich kann aus ganz unterschiedlichen Materialien gebaut werden. Die Materialauswahl ist ein entscheidender Faktor für die Kosten und den Arbeitsaufwand beim Bau.

Häufig und gern verwendet wird Teichfolie aus PVC. Sie ist preiswert und für alle Teichgrößen und -formen einsetzbar. Allerdings gilt sie als ökologisch bedenklich.

Fertigbecken sind relativ schnell und leicht einbaubar und lange haltbar. Ihr Nachteil sie sind recht teuer und in ihrer Größe begrenzt. Becken aus Polyester eignen sich am besten für Fischbecken. Es ist lange haltbar und die Formgebung kann gut geplant werden.

Der Bau eines Beckens aus Beton erfordert große Sorgfalt und Vorkenntnisse, sonst kann der Teich schnell schadensanfällig werden, was mit hohen Folgekosten verbunden wäre. Wer die Mühe jedoch nicht scheut, wird an einem solchen Becken dauerhafte Freude haben, selbst wenn es starken Belastungen, beispielsweise durch badende Hunde, ausgesetzt ist. Die Beckenform lässt sich frei gestalten, außer dass das richtige Gefälle berücksichtigt wird.

Naturbaustoffe, wie verschiedene Tonmaterialien, sind umweltfreundlich und fügen sich besonders harmonisch ins Gartenbild ein. Der Übergang zum Teichrand lässt sich besonders natürlich gestalten. Das Bauen mit Naturmaterialien ist allerdings sehr kosten- und arbeitsintensiv. Wegen des notwendigen kleinen Böschungswinkels eignet sich diese Variante ausschließlich für große Teiche. Der Untergrund sollte aus lehmiger Erde bestehen.

 

 

 

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Sicherheit

Um die Sicherheit am Teich zu gewährleisten und die Gefahr von Unfällen zu mindern, sollte man einige Vorkehrungen treffen. Das Grundstück, auf dem der Gartenteich gebaut werden soll, sollte umzäunt sein, um der Verkehrssicherungspflicht als Teichbesitzer nachzukommen.

Halten sich Kinder häufiger im Garten auf, sind zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Denn gerade bei kleinen Kindern nützten Apelle meist nicht viel. Sie werden magisch vom Wasser angezogen. Die Uferzone und den Randbereich des Teiches sollte man möglichst flach gestalten. Verzichten Sie auf steile Hänge und Tiefzonen am Rand planen. Ein Teichnetz kann verhindern, dass Kinder ins Wasser fallen. Es wird mit Bodenankern befestigt und über die Teichoberfläche gespannt.