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Pflanzenkrankheiten - Pilze

Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere. Sie bilden eine eigene Organismengruppe. Sie ernähren sich von lebenden Pflanzen, abgestorbenen Pflanzenteilen oder toten Tieren. Durch den Befall lebender Pflanzen führen sie zu einer Vielzahl von Schadbildern und Erkrankungen.

Pilze können durch Wasser, Wind, Tiere oder infizierte Gartengeräte übertragen werden. Sie dringen über Risse und Wunden in das Pflanzengewebe ein und setzen sich dort fest. Manche Pilze, wie Echter Mehltau oder Rostpilz, können selbst durch intakte Blattoberflächen in die Pflanze eindringen. Bodenpilze gelangen durch die Wurzeln in das Pflanzengewebe.

Je nach Sorte legen sich die Pilze wie ein Belag auf die Oberfläche, bleiben nur im Inneren oder breiten sich in der gesamten Pflanze aus.

 

 

 

 

Pilzkrankheiten

Auch bei den Gartenpflanzen werden die meisten Pflanzenkrankheiten durch Pilze ausgelöst.

Die Pilze des Falschen Mehltaus werden durch den Wind übertragen. Sie keimen nur bei ausreichender Feuchtigkeit, breiten sich dann jedoch sehr rasch aus. Auf Blattober- und –unterseite bildet sich ein nicht abwaschbarer weißer bis hellbrauner Pilzrasen. Die Blätter werden braun und sterben ab. Zur Vermeidung von Falschem Mehltau sollte man möglichst resistente Sorten verwenden. Beete gut durchlüften und zwischen den Pflanzen genug Abstand lassen, damit die Blätter und Stängel nach dem Regen oder der Bewässern schnell und vollständig abtrocknen.

Auch beim Echtem Mehltau findet sich ein mehlartiger weißer Belag auf den Blättern, Blüten, Früchten und Stängeln. Im Gegensatz zum Falschen Mehltau lässt sich der Belag abwischen. Das Wachstum der Pflanze verlangsamt sich, bis die Pflanze schließlich abstirbt. Echter Mehltau ist vermutlich die meistverbreitete und häufigste Pflanzenkrankheit. Nahezu alle Pflanzen können davon betroffen werden. Die Pilzsporen verbreiten sich durch den Wind.

Dunkelfarbige Flecken oder eingesunkene Stellen an Blättern, Früchten und Stängeln weisen auf die Brennfleckenkrankheit hin. Die Flecke breiten sich aus, fließen zusammen und das Pflanzengewebe stirbt ab. Brennfleckenpilze werden durch infiziertes Pflanzenmaterial auf zahlreiche Pflanzen, wie Strauchbeeren, Gurken oder Erbsen, übertragen.

 

 

 

Kohlarten, aber auch andere Kreuzblütengewächse werden häufig von der Kohlhernie befallen. Es kommt zu knotigen Verdickungen an den Wurzeln. Die Pflanze verkümmert und verwelkt. Die frei beweglichen Sporen der Schleimpilze bewegen sich zu der Wirtspflanze und dringen über die Wurzeln in die Pflanze ein. Bei ausreichend Wärme und Feuchtigkeit beginnen die Pilze zu keimen.

Rosenrost ist eine durch Rostpilz ausgelöste Krankheit, die ausschließlich Rosen befällt. Durch Wind und Wasser werden die Pilze übertragen. Anhaltende Feuchtigkeit begünstigt die Infektion noch zusätzlich.  Kleine gelblich rötliche Flecken erscheinen auf der Blattoberseite. Auf der Unterseite bilden sich kleine Pusteln, die sich von orange nach braun bis schwarz verfärben.

Bei Zierrasen können sogenannte Hexenringe auftreten. Dies sind ringförmige Pilzgeflechte auf dem Rasen. Innerhalb des Rings vergilben die Gräser und sterben ab. Die Erreger werden mit dem Wind übertragen und breiten sich im Boden ringförmig aus. Die befallenen Stellen sollte man unbedingt als letztes mähen und den Rasenmäher anschließend sorgfältig reinigen, damit sich die Krankheit nicht auf der gesamten Rasenfläche ausbreiten. Der Rasen sollte regelmäßig vertikutiert und ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.

 

 

 

 

Bei der Asternwelke vergilben und faulen die Stängel der Astern. Die Bodenpilze werden durch Wind und Wasser übertragen. Saurer Boden und hohe Temperaturen begünstigen die Ausbreitung, deshalb sollte man die Anbauflächen regelmäßig wechseln und möglichst resistente Sorten verwenden.

Beim Tulpenfeuer kommen die Tulpenstängel bereits grau und verkrüppelt aus dem Boden. Es bilden sich graue Schimmelbeläge. Die Erreger werden von der Mutterzwiebel an die Tochterzwiebel weitergegeben. Im Beet werden die Grauschimmelpilzsporen durch Wind und Wasser auf andere  Tulpen übertragen. Deshalb sollten befallene Pflanzen vollständig entfernt werden. Nicht auf dem Kompost entsorgen, denn dort kann der Pilz mehrere Jahre überdauern.

Bei feucht-schwüler Witterung  zur Blütezeit kann es im weiteren Verlauf zu Grauschimmel an den Erdbeeren kommen. Der Pilz wird durch Wind und Regen übertragen. An den unreifen Früchten bilden sich erst braune Flecken und später ein grüner Pilzbelag. Bei zu dichtem Wuchs breitet sich der Grauschimmel rasch aus, deshalb einen ausreichenden Pflanzabstand einhalten, damit die Pflanzen luftig stehen und trocken bleiben.