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Pflanzenvermehrung - Sämlinge pikieren und abhärten, Schutzmaßnahmen gegen starke Witterungsbedingungen

Pikieren

Oftmals findet man bei der Aussaat nicht den richtigen Abstand und die Pflanzen wachsen zu dicht. Sie konkurrieren um Wasser und Nährstoffe und behindern sich gegenseitig im Wachstum. Bekommen sie kein ausreichendes Licht, schießen sie in die Höhe. Sie werden hoch und schwach. Der Mangel an Wasser, Nährstoffen und Licht wirkt sich negativ auf die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen aus.
Sobald die Sämlinge Keimblätter haben, an denen man die anfassen kann, und sich bereits das zweite Blattpaar beginnt zu öffnen, können sie pikiert oder vereinzelt werden.
Um das Substrat etwas zu lockern, klopft man leicht an die Ränder des Pflanzgefäßes. Dann werden die Wurzeln gelockert, indem man mit einem Pflanzholz vorsichtig in das Substrat sticht und leicht gräbt. Den Sämling unbedingt an den Keimblättern festhalten, niemals am Stängel, denn dieser erholt sich nicht mehr, falls er beschädigt oder gequetscht wird. Den Sämling mit Finger und Daumen vorsichtig aus dem Substrat heben und in ein Gefäß mit frischem, angefeuchtetem Pflanzsubstrat setzen. Das Pflanzloch muss ausreichend groß sein, damit die bereits gebildeten Wurzeln ohne gequetscht zu werden, hineinpassen. Damit die junge Pflanze Halt findet, drückt man leicht etwas Substrat an der Seite an. Die restlichen Sämlinge mit ausreichend Abstand ebenfalls umpflanzen. Mit einer feinen Brause vorsichtig mit Wasser besprühen.
Auch direkt ins Freiland gesäte Sämlinge sollten ausgedünnt werden, um kräftige und gesunde Pflanzen zu erhalten. Schwache und kranke Sämlinge werden entfernt. Kräftige Pflanzen bleiben stehen oder werden, wenn sie zu eng beieinander stehen, umgepflanzt.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Abhärten

Vorgezogene Pflänzchen sind die Bedingungen im Freiland nicht gewöhnt. Wind, Kälte oder zu starke Sonneneinstrahlung vertragen die empfindlichen Pflanzen nicht. Deshalb sollten sie schrittweise an die Freilandbedingungen gewöhnt werden.
Nach dem Pikieren können die Sämlinge in ein Gewächshaus oder Frühbeet umgesiedelt werden. Sofern es zu einem Kälteeinbruch kommt, müssen die Pflanzen unbedingt vor Frost geschützt werden, denn diesen würden sie nicht überstehen.
Wird das Wetter besser, kann das Gewächshaus bzw. Frühbeet regelmäßig gelüftet werden. Die Belüftung  täglich etwas mehr ausgedehnen. So ist es den Setzlingen möglich, sich optimal an die klimatischen Bedingungen im Garten anzupassen. Als nächsten Schnitt kann man die Setzlinge tagsüber an einen geschützten Ort im Garten stellen. Nachts müssen sie jedoch weiterhin eingeräumt werden.

Schutzmaßnahmen

Junge Keimpflanzen sind sehr empfindlich gegenüber starken Witterungsverhältnissen und nicht sehr widerstandfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Damit möglichst viele der selbst gezogenen Pflanzen überleben, kann man einiges tun, um sie zu schützen.
Starke Sonneneinstrahlung, niedrige Temperaturen und Wind können den Jungpflanzen so stark zusetzen, dass sie eingehen. Im Frühjahr ist das Wetter oftmals noch nicht so beständig. Trotzt hoher Tagestemperaturen können die Werte in der Nacht in den Minusbereich sinken und zu Frost führen. Dann dehnt sich das Wasser in den Pflanzenzellen aus und die Zellwände werden zerstört.

 

 

 

 

 

Töpfe und Pflanzschalen können nachts in ein Gewächshaus oder Frühbeet gestellt werden. Bei Jungpflanzen im Freiland kann eine Abdeckung aus Zeitungspapier oder Gärtnervlies für den notwendigen Schutz sorgen. Die Abdeckung muss morgens, wenn die Temperaturen steigen, unbedingt wieder abgenommen werden.
Ebenso schädlich wie zu kalte Temperaturen, kann zu große Hitze durch starke Sonneneinstrahlung sein. Auf der Fensterbank sollte man darauf achten, dass die Pflanzen nicht in der direkten Mittagssonne stehen bzw. während dieser Zeit mit etwas Zeitungspapier abgedeckt sind. Pflanzen im Freiland können während der Mittagszeit mit Gärtnervlies geschützt werden.
Da starker Wind oder Zugluft die Blattzellen austrocknet, sollten Pflanzschalen und –töpfe stets an einem windgeschützten Ort stehen. Sind die Pflänzchen kräftig genug, dass sie ins Freiland gepflanzt werden konnten, dann halten sie normalen Windverhältnissen gewöhnlich stand. In rauen Lagen kann man falls notwendig mit etwas Gärtnervlies einen provisorischen Windschutz errichten.
Der Befall von Schädlingen und das Ausbrechen von Krankheiten lassen sich mit einer guten Pflanzenpflege am besten vermeiden. Ist die Pflanze geschwächt oder bekommt sie nicht ausreichen Licht, Wasser oder Nährstoffe ist sie nicht mehr ausreichend widerstandsfähig. Deshalb schwache und verkümmerte Sämlinge entfernen, damit die kräftigen Pflanzen die Chance haben, sich gut zu entwickeln. Denn die geschwächten Sämlinge ziehen Schädlinge und Krankheiten an und stecken dann auch die gesunden, kräftigen Pflanze an.