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Der Gemüsegarten - Pflege und Zubehör - Werkzeug, Pflegearbeiten, Nährstoffzugabe, Unkraut- und Schädlingsbekämpfung

Werkzeug

Für den Gemüsegarten benötigt man vor allem Spaten, Grabegabel, Hacke, Harke, Gartenschere, Handgrubber und  Handschaufel. Beim Kauf sollte man auf Qualität achten, damit man mehr und vor allem länger Freude daran hat. Allerdings hält auch qualitativ hochwertiges Werkzeug nur lange, wenn es gut gepflegt wird. Das bedeutet vor allem nach jeder Benutzung reinigen und abtrocknen. Einmal im Jahr, am Besten im Herbst zum Saisonende, die Werkzeuge mit etwas Öl abreiben. Die Schere regelmäßig schärfen.
Weiterhin nützlich sind Gartenhandschuhe zum Schutz vor Verletzungen und eine Gießkanne zum Bewässern. Für einige Gemüsesorten, wie Tomaten oder Bohnen, benötigt man außerdem Stützen, Stangen, Draht, Schnur oder ähnliches zum Anbinden.

 

Pflegearbeiten

Im Frühjahr, wenn die Pflanzen kräftig wachsen, sollten zu dicht stehende Pflanzen vereinzelt werden.
Ansonsten steht im Sommer vor allem die Bewässerung, die Ernte und ggf. das Nachsäen an.

Bewässerung

Nicht immer fällt der Niederschlag in der Menge, in der sie unsere Gemüsepflanzen benötigen. Dann muss entsprechend bewässert werden, mit dem Schlauch, einer Gießkassen, einem Sprenger oder einem Beregnungssystems. Besser als das kalte Wasser aus der Leitung ist leicht abgestandenes Regenwasser. In einer Regentonne unter der Dachrinne kann man das Regenwasser sammeln. Die ideale Zeit zum Gießen ist morgens. In der Mittagssonne würde zu viel Gießwasser verdunsten und am Abend fühlen sich Schnecken von feuchten Beeten geradezu angezogen.

Vor allem Gurke und Tomate haben einen besonders hohen Wasserbedarf. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, sollte man die Pflanzen immer am Stammgrund gießen, damit die Blätter nicht feucht werden.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 


Nährstoffzugabe

Gemüsepflanzen benötigen viele Nährstoffe. Für eine gute Ernte müssen diese dem Boden regelmäßig zugeführt werden. Ideal ist natürliche organische Düngung, wie Kompost oder Mist. Diese kann entweder auf dem Boden verteilt oder im Herbat in den Boden eingearbeitet werden.

Es kann jedoch auch mit organischen und anorganischen Düngemitteln gedüngt werden. Gerade Starkzehrer, wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Paprika haben einen sehr hohen Nährstoffbedarf. Diese sollte man, nachdem sie ordentlich angewurzelt sind, mit Dünger versorgt werden.

Beete, die bereits abgeräumt sind und auf denen in diesem Gartenjahr nichts mehr angebaut werden soll, kann mit einer Gründüngung versehen werden, um dem Boden wieder Nährstoffe zuzuführen.

 

Unkrautbekämpfung

Unkraut ist sehr robust, wuchsfreudig und anpassungsfähig. Es hat ein rasantes Wachstum und gedeiht selbst unter den ungünstigsten Bedingungen im Garten, also auch im Gemüsebeet. Sie konkurrieren mit den Gemüsepflanze um Licht, Nährstoffe, Wasser und Luft. Die Nutzpflanzen werden dadurch stark in ihrem Wachstum behindert und erzielen nur noch geringere Erträge. Darüber hinaus dienen Unkrautpflanzen zahlreichen Schädlingen als Futter- und Wirtspflanze und vielen Krankheitserreger als Zwischenwirt.

Deshalb ist eine regelmäßige Unkrautbekämpfung unerlässlich. Regelmäßiges Hacken des Bodens ersetzt einen Teil des Unkrautjätens und beugt dem Unkrautwachstum vor.

Einjährige Unkräuter können oberhalb des Bodens mit einer Hacke entfernt werden. Dies sollte unbedingt vor dem Blüte passieren, da sich sonst viele Tausend Samen im Boden verbreiten und für ein verstärktes Unkrautwachstum sorgen. Samenunkräuter auf keinen Fall auf dem Kompost entsorgen, da sonst die abgerissenen Blütenstände nachreifen und keimfähige Samen bilden könnten. 

Wurzel- und Dauerunkraut muss mit der gesamten Wurzel entfernt werden. Bereits aus kleinen im Boden verbliebenen Wurzelresten, können sich neue Unkrautpflanzen entwickeln.

 

 

 

 

 

SchädlingeSchädlinge

Einer der gefährlichsten Schädlinge für junges Gemüse sind Schnecken. Sie sind vor allem nachts und bei feuchtem Wetter aktiv und fressen die frischen Blätter der jungen Pflänzchen. Es gibt verschiedene biologische, mechanische und chemische Mittel zur Bekämpfung von Schnecken.

Eingerollte und verkrüppelte Blätter an Gemüsepflanzen können auf Blattläuse hinweisen. Sie meistens schwarz oder grün und zwischen 2 - 3 mm groß. Mit speziellen Insektiziden oder biologischen Mittel kann man einen starken Blattlausbefall bekämpfen.

Die sonst recht gern gesehenen Vögel, die andere Schädlinge fressen, können im Gemüsebeet große Schäden anrichten. Es werden Samen rausgepickt, Blätter abgefressen und über Erbsenschoten und Bohnen hergefallen. Wirkungsvoll schützen kann man seine Pflanzen und die Ernte nur durch Vogelnetze.

Die Weibchen der Möhrenfliege findet anhand des Geruches die Möhrenpflanzen und legt in den Boden ringsum ihre Eier ab. Die geschlüpften Larven fressen sich durch die Möhren und diese beginnen zu faulen. Idealer Beetnachbar der Möhre ist die Zwiebel, denn diese überspielt den Geruch der Möhre. Somit sind die Möhrenpflanzen von der Möhrenfliege nicht so leicht zu finden.

Drahtwürmer sind die Larven verschiedener Schnellkäferarten. Sie machen sich unter anderem über Rüben, Kartoffeln, Möhren und Kohl her. Die Larven bohren sich tief in die Wurzeln und die Pflanzen welken und sterben ab. Besonders gefährdet sind Beete, die in der Nähe von Wiesen oder Wiesenumbruchgeländen liegen. Das Lockern des Bodens oder wiederholte Bodenbearbeitung mit einer schnell rotierenden Fräse sowie ein Kalkgabe können helfen, die Population einzudämmen.