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Der Naturgarten - Pflege - natürliche Gärten anlegen und pflegen -  Bewässerung, Schnitt, Wintervorbereitung

Ein Naturgarten gilt als sehr pflegeleicht, denn viel wird der Natur überlassen. Jedoch auch hier sind ab und zu ein paar Gartenarbeiten erforderlich, damit es lange blüht und grünt.

Wird Verblühtes und Verwelktes regelmäßig abgeschnitten, so fördert dies die Knospenneubildung.

Auch in einem Naturgarten gibt es unerwünschte, konkurrenzstarke Wildkräuter, die entfernt werden sollten, damit die gewünschte Bepflanzung sich durchsetzen kann. Jedoch wird hier anders als im normalen Garten nicht jedes Wild- oder Unkraut entfernt.

Herabfallendes Laub, verwelkte Blütenstände und abgestorbene Pflanzenteile können in einem Naturgarten liegen bleiben. Sie schützen wie eine Mulchdecke vor Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen. Darüber hinaus versorgen sie den Boden mit wertvollen Nährstoffen.

Aber auch trotz dieser wertvollen Schicht es unter Umständen zu Nährstoffmangel kommen. Natürliches Düngen mit Kompost, Hornspänen, Mist oder Jauche stärkt die Pflanze und versorgt sie mit zusätzlichen Nährstoffen.

Karge Böden können auch mit Gründüngung aufgewertet werden. Hierbei werden Gründüngungspflanzen, wie Lupine, Wicke oder Klee,  ausgesät, die den Boden lockern und ihn mit Humus anreichern. Einige Pflanzen können sogar helfen, Schädlinge fernzuhalten oder den Boden mit Nährstoffen, wie Stickstoff oder Nitrat, versorgen. 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Bewässerung

Da der Naturgarten überwiegend aus heimischen Pflanzen besteht, muss in der Regel nicht zusätzlich bewässert werden. Denn die Pflanzen sind an unsere klimatischen Bedingungen angepasst und benötigen lediglich bei langanhaltender Trockenheit etwas Wasser. Ideal zum Gießen ist Regenwasser. Denken Sie daran, immergrüne Pflanzen in trockenen Wintern zu gießen, sonst gehen sie an Wintertrockenheit ein. Denn über ihre Blätter verdunstet auch in der kalten Jahreszeit Wasser, können dieses jedoch bei Bodenfrost nicht aus der Erde aufnehmen. Gießen Sie Ihre Immergrünen deshalb bei trockener Witterung an frostfreien Tagen.

Schnitt

Meistens bleiben die Hecken in einem Naturgarten freiwachsend und müssen nur gelegentlich geschnitten bzw. ausgelichtet werden, damit sie nicht überaltern. Die beste Zeit zum Schneiden von Wildsträuchern ist während der Vegetationspause zwischen Oktober und März.

Damit im Garten heimische Tiere nicht gestört werden, sollte man gerade beim Heckenschnitt vorsichtig sein. Dort wo sich Kleinsäugetiere ihr Winterquartier eingerichtet haben, sollte der Schnitt besser erst im Frühjahr erfolgen. Zu dieser Jahreszeit muss man dann jedoch schon wieder Acht auf brütende Vögel geben.

Um einen buschigen Wuchs zu fördern, können Kleinsträucher, wie Lavendel, Ginster oder Heidekräuter auch direkt nach der Blüte gekürzt werden.

Einige Sträucher, wie Holunder oder Weide, sind äußerst schnittverträglich. Sie werden alle paar Jahre radikal zurückgeschnitten. Sie treiben dann im Frühjahr aus dem Stock neu aus und verjüngen sich dadurch.

Immergrüne Sträucher, wie Buchsbaum oder Liguster vertragen den Rückschnitt am besten zwischen Mai und Juni.

Wintervorbereitungen

Nach dem Verblühen im Herbst sollten die Stängel den Winter über an den Pflanzen belassen werden und erst im Frühjahr nach dem Neuaustrieb vorsichtig zurückgeschnitten werden. Sie dienen der Pflanze als Winterschutz, sehen mit Schnee bedeckt durchaus dekorativ aus und bieten zahlreichen Insekten und Kleinlebewesen eine gute Überwinterungsmöglichkeit.

Frostempfindliche Stauden und Neupflanzungen sollten im ersten Jahr einen Winterschutz aus Reisig, Laub oder Stroh erhalten.

 

 

 

 

Krankheiten und Schädlinge

Wildpflanzen und heimische Gewächse sind in der Regel relativ robust und widerstandsfähig, allerdings nicht immun gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Baumkrebs, Rostpilze und die Schwarzfleckenkrankheit können auch im Naturgarten große Schäden anrichten.

Überprüfen Sie regelmäßig den Gesamtzustand der Pflanzen. Achten Sie auf krankhafte Veränderungen und Schädlingsbefall, damit diese rechtzeitig erkannt  und behandelt werden können. Krankheiten, wie Feuerbrand und Scharkakrankheit oder das Auftreten von Krankheitsüberträgern, wie Bisamratten oder San-José- Schildläusen, sind per Gesetz meldepflichtig.

Treten Pflanzenkrankheiten oder Schädlinge auf, hängt dies meistens mit ungünstigen Wuchsbedingungen zusammen. Oftmals reicht ein Standortwechsel dann schon aus.

Durch einen für Tiere und Insekten attraktiv gestalteten Garten mit vielen Unterschlupfmöglichkeiten und einem guten Nahrungsangebot, kann man Nützlinge in seinen Garten locken, die gerne bei der Schädlingsbekämpfung behilflich sind. Ein Leimring am Stamm von Obst- oder Zierbäumen  hindert Schädlinge, wie Frostspanner, Ameisen, Blut- und Blattläuse,  daran  hinaufzukriechen bzw. zu krabbeln. Die Schädlinge bleiben an dem Ring kleben und verenden dort.

Vorbeugende und frühzeitig eingeleitete Maßnahmen können , Krankheiten zu verhindern oder deren Schäden einzudämmen. Eine wichtige Maßnahme ist das Entfernen befallener Pflanzenteile im Anfangsstadium. Das befallene Material darf nicht über den Kompost entsorgt werden, sondern muss in den Restmüll. Sonst gelangen die Erreger erneut auf die Beete und Pflanzen.

Das Entfernen der von Monila, einer Pilzkrankheit an Obstbäumen, befallenen Teile, hilft ungemein die Ausmaße einzuschränken. Auch Obstbaumkrebs lässt sich durch Schnitt der erkrankten Teile und anschließenden Wundverschluss wirksam behandeln.

Aus bestimmten Pflanzen, wie Brennnessel oder Ackerschachtelhalm, lassen sich unter Zugabe von Wasser Brühen, Jauchen oder Auszüge gewinnen, die der Schädlingsbekämpfung und der Pflanzenstärkung dienen.