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Der Steingarten - Pflege der Pflanzen  - Bewässerung, Düngung, Schnitt, Krankheiten, Schädlinge und Frost

Ein Steingarten ist in der Regel sehr pflegeleicht. Man muss nur mäßig bewässern und düngen. Und auch Schädlinge und Krankheiten spielen hier nur eine untergeordnete Rolle.

Aufkeimendes Unkraut muss regelmäßig entfernt werden, vor allem im Frühjahr und Sommer. Denn gerade Neupflanzungen können sich gegen diese schnellwüchsige Konkurrenz oft nicht durchsetzen. Bei verdichteten Böden kann es zu vermehrter Moosbildung kommen. Da manche Moosarten die Pflanzen regelrecht ersticken, sollten sie bekämpft werden.

Verwelktes und Verblühtes sollte regelmäßig entfernt werden, da sonst die Samenbildung der Pflanze unnötig Kraft raubt, die Blütezeit verkürzt wird und manche Pflanzen sich unkontrolliert vermehren könnten.

Möchten Sie die Samen für die Vermehrung nutzen, bleiben die verwelkten Blüten bis zur Samenreife an der Pflanze. Die Fruchtstände werden kurz vor der Vollreife abgesammelt und getrocknet. Die Samen lassen sich dann leichter herauslösen. Bis zur Aussaat werden sie trocken aufbewahrt, am besten in einer Papiertüte.

Bei Polsterstauden, wie Blaukissen oder Steinkraut kann man die welken Blüten mit einer Schere herausschneiden. Nach der Rhododendronblüte müssen die verwelkten Blütenstände vorsichtig herausgebrochen werden, da sich die neuen Knospen direkt darunter befinden.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Bewässerung

Viel Wasser benötigen Steingartenpflanzen normalerweise nicht. Bei trockener Witterung kann eine zusätzliche Bewässerung aber trotzdem notwendig werden.

Bei immergrünen Pflanzen und Nadelgehölzen muss man auch im Winter bei trockener Witterung ab und zu gießen, denn über ihre Blätter bzw. Nadeln verdunstet weiterhin Wasser. Bei gefrorenen Böden kann die Pflanze jedoch kaum Wasser über die Wurzeln aufnehmen und es kann zu Trockenschäden kommen. Deshalb ist es wichtig bei Wintertrockenheit an frostfreien Tagen durchdringlich zu bewässern. Auch neu gepflanzte Stauden benötigen im Winter ab und zu eine Wassergabe.

Neupflanzungen müssen grundsätzlich in den ersten Wochen unter Umständen auch Monaten täglich bewässert werden, bis sie ordentlich angewachsen sind.

Düngung

Weit verbreitet ist die Meinung, dass ein Steingarten gar keinen zusätzlichen Dünger benötigt. Damit es in Ihrem Garten jedoch prächtig grünt und blüht, sollten die Pflanzen hin und wieder mit Nährstoffen versorgt werden. Das fördert nicht nur das Wachstum und die Blühfreudigkeit sondern auch die Widerstandfähigkeit gegenüber Krankheiten, Schädlingen und ungünstigen Klimabedingungen, wie starkem Frost.

Verkümmern die Pflanzen, sollten sie auf Krankheiten und Schädlinge untersucht werden. Ist dies nicht der Fall und erfüllt der Standort die Ansprüche der Pflanzen, liegt vermutlich ein Nährstoffmangel vor.

Organischer Dünger, wie Kompost, Hornspäne oder Knochenmehl, verbessert die Bodenstruktur und Fruchtbarkeit. Er aktiviert das Bodenleben und wirkt langanhaltend. Leider wirkt er nicht sofort, sondern benötigt etwas Zeit. Denn die Nährstoffe müssen von den Bodenorganismen erst in eine für die Pflanzen verfügbare Form umgewandelt werden.

Mineralischer Dünger besitzt diese Form bereits und wirkt deshalb sofort. Durch die unterschiedlichen Düngemittelarten kann man gezielt düngen, beispielweise mit Stickstoff oder Kalk. Man sollte jedoch nicht  ausschließlich mineralisch düngen, denn auf Dauer verarmt das Bodenleben und die Bodenstruktur sowie die Fruchtbarkeit lassen nach.

Wenn die Pflanzen im Frühjahr beginnen zu wachsen, kann eine stickstoffbetonte, aber nur leichte Düngergabe erfolgen. Zu viele Nährstoffe fördern nicht nur ein verstärktes Blattwachstum, was zu Lasten der Blütenfülle geht, sondern auch ein starkes Unkrautwachstum. Im Herbst sollte nicht mehr gedüngt werden, da die neuen Triebe nicht ausreichend Zeit hätten, um voll auszureifen. Dadurch wären sie im Winter stark frostgefährdet.

 

 

 

 

Schnitt

Frühlings- sowie vorfrühlingsblühende Gehölze werden unmittelbar nach der Blüte zurückgeschnitten.

Sommer- und herbstblühende Gehölze werden während der Vegetationspause geschnitten. Der Rückschnitt kann selbst im Winter erfolgen, solange es frostfrei ist.

Stark wachsende und wuchernde Pflanzen, wie Günsel, müssen regelmäßig geschnitten werden, damit sie nicht die Nachbarpflanzen überwuchern.

Krankheiten

Auch wenn Pflanzenkrankheiten bei Steingartenpflanzen nicht besonders häufig vorkommen, treten sie vereinzelt doch auf. Beispielsweise die meistverbreitete und häufigste Pflanzenkrankheit Echter Mehltau, die durch Pilzsporen übertragen wird und im Sommer bei warmen Temperaturen an nahezu allen Pflanzen auftreten kann. Der „Schönwetterpilz“ hinterlässt einen mehlartigen, weißen Belag auf den Blättern, Blüten, Früchten und Stängeln, der sich abwischen lässt.

Ist der Belag nicht abwischbar, handelt es sich um den Falschen Mehltau. Diese Pilzkrankheit kann sich nur bei ausreichender Feuchtigkeit entwickeln. Ausreichender Pflanzabstand, gut durchlüftete Beete und resistente Sortenauswahl verringern das Risiko.

Schädlinge

Mit einem Steingarten oder einer Trockenmauer, die ausreichend Mauerspalten und Verstecke bieten, haben Sie bereits einen interessanten Anreiz für die Besiedlung ihres Gartens mit kleinen Nützlingen geschaffen, denn hier finden Frosch, Igel, Kröte, Eidechse und Spinne Unterschlupf und Nahrung. Im Gegenzug helfen Sie Ihnen bei der Schädlingsbekämpfung auf natürliche Weise, denn sie verzehren Raupen, Schnecken und viele schädliche Insekten.

Wie überall im Garten können Blattläuse auch an Steingartenpflanzen auftreten und dort verehrende Schäden anrichten. Sie saugen den Saft aus der Pflanze und injizieren dabei ihren Speichel.  Die Blätter wölben und verfärben sich, Pflanzenteile sterben ab. Blattläuse sind darüber hinaus Überträger zahlreicher Virenkrankheiten. Natürliche Fressfeinde der Blattläuse sind Marienkäfer, Spinnen, Schlupfwespenlarven und Vögel.

Nacktschnecken fallen fast über alles her, was der Garten zu bieten hat und machen auch vor Steingartenpflanzen nicht halt. Besonders junge Triebe sind gefährdet. Das Einsammeln der Schnecken und ihrer Eier in den Abendstunden ist zwar sehr zeitintensiv, aber die wohl effektivste Maßnahme im Kampf gegen die gefräßigen Schädlinge. Igel, Eidechsen, Kröten und Frösche ernähren sich von den ungebetenen Gästen.

Frost

Manche Steingartenpflanzen, vor allem die immergrünen, sind frostempfindlich. In der Natur sind sie diesen Temperaturen zwar auch ausgesetzt. Dort haben sie in den höheren Gebirgslagen jedoch eine schützende Schneedecke über sich. Weil diese in Flachlandregionen häufig fehlt, benötigen die Pflanzen im heimischen Steingarten einen ordentlichen Winterschutz. Dieser kann aus einer Schicht Reisig, Laub oder Stroh bestehen. Mit Kunststoffvlies lassen sich selbst größere Flächen abdecken. Einige Knollen- und Zwiebelpflanzen müssen sogar ausgegraben und in ein frostfreies Winterquartier gebracht werden. Denn gerade im Steingarten oder ungeschützt auf der Trockenmauer sind sie besonders frostgefährdet.

Vor allem in sonnigen Lagen sind die Pflanzen im Winter teilweise sehr starken Temperaturschwankungen ausgesetzt, wenn sie nicht abgedeckt werden.

Neupflanzungen benötigen im ersten Winter ebenfalls einen guten Winterschutz, damit sie erfolgreich anwachsen können.

Da nasser Schnee sehr schwer werden kann, sollte man von immergrünen Gehölzen und Koniferen den Schnee abschütteln, damit die Äste und Zweige nicht unter der Schneelast brechen.

Im Frühjahr, wenn die Gefahr von Kahlfrösten vorüber ist, kann der Winterschutz entfernt werden. Nicht winterharte Zwiebeln und Knollen können ab Mitte Mai gepflanzt werden.