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Die Pfingstrose - Stauden für den Garten

Die Pfingstrose gehört zu den wohl ältesten blühenden Zierpflanzen im Garten. Sie kommt aus der Familie der Pfingstrosengewächse und hat ein sehr langsames Wachstum. Die krautige, manchmal auch verholzende Pflanze ist mehrjährig.

An den langen Stängeln erscheinen im späten Frühjahr bzw. Frühsommer, meist zur Pfingstzeit, die prächtigen Blütenköpfe, die zwischen 5 und 15 cm groß werden. Je nach Sorte können sie gefüllt oder ungefüllt sein, becher- oder schalenförmig. Die Blütenfarbe variiert zwischen rot, rosa, weiß und gelb. Die Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern verströmen auch einen intensiven, angenehmen Duft.

Es vergehen etwa 3 bis 4 Jahre, bis die Blüten der Pfingstrose das erste Mal erscheinen. Dafür hat man nachdem die Pflanze sich erstmal eingelebt hat, äußerst lange Freude an der Blume. Mit bis zu 50 Jahren ist sie sehr langlebig.

Aus dem Verblühten entwickeln sich Balgfrüchte, die die Samen enthalten.

Wenn Mitte des Sommers die Blütenstände verwelkt sind, wirkt die Staude durch ihr schönes Blattwerk weiterhin dekorativ. Das Laub kann glänzend- bis graugrün sein.

Die Pflanze besitzt ein flaches, empfindliches Wurzelsystem.

In einem Bauergarten darf diese prächtige Staude natürlich nicht fehlen. Sie wirkt in Gruppen gepflanzt imposanter als einzeln stehend und lässt sich mit anderen Blatt- und Blühpflanzen, wie Steinkraut, Schleifenblume oder Vergissmeinnicht, wunderbar kombinieren.

Sie eignet sich als Schnittblume für prächtige Blumensträuße. Damit sie lange in der Vase hält, sollten sie bereits geschnitten werden, sobald die Knospe beginnt ihre Blütenfarbe zu zeigen.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Arten

Die Gemeine Pfingstrose wird zwischen 70 und 90 cm hoch und genauso breit. An den unverzweigten Stängeln erscheinen im Mai und Juni große Blütenköpfe. Sie können gefüllt oder ungefüllt sein, in Rot, Rosa oder Weiß blühen.

Die Balearen-Pfingstrose ist eine eher niedrigwüchsige Art. Sie wird maximal 45 cm hoch und breit. Die 6 bis 10 cm großen Blüten erscheinen im späten Frühjahr in kräftigem Rosarot. Die Unterseite der ledrigen Blätter ist violett gefärbt.

Die Himalaja-Pfingstrose wird bis zu 90 cm groß und breit. Ihre sehr großen Blütenköpfe blühen bereits im Mai und verströmen einen angenehmen Duft. Die Blütenblätter sind schneeweiß und die Staubbeutel gelb.

Pflanzung

Die Pfingstrose gedeiht am besten in der Sonne oder im Halbschatten. Nur die Morgensonne verträgt sie nicht ganz so gut. Etwas windgeschützt sollte das Plätzchen liegen. Die Staude benötigt einen nährstoffreichen und humosen Boden, der feucht aber dennoch wasserdurchlässig ist. Denn Staunässe verträgt die Pfingstrose nicht.

Die Staude kann zwischen Herbstmitte und Frühjahrsbeginn gepflanzt werden.

Die Staudenpfingstrosen dürfen dabei auf keinen Fall zu tief gepflanzt werden, sonst wird man vergeblich auf Blüten warten. Das Auge darf sich höchsten 2 oder 3 cm unterhalb der Erdoberfläche befinden. Der Pflanzabstand sollte zwischen 50 cm und 1 m betragen.

Die Staude lässt sich durch Teilung vermehren. Zum Herbstanfang vorsichtig einen Teil des Wurzelsystems vom Rand abteilen. Der abgetrennte Teil muss ruhende Knospen besitzen und an der Wurzel sollte möglichst viel alte Erde verbleiben.

Die Vermehrung durch Samen ist zwar grundsätzlich möglich, aber doch recht kompliziert und zeitintensiv. Darüber hinaus entwickeln sich die Pflanzen aus Samen nicht immer sortenrein. Zu Herbstbeginn kann man die Samen in das Frühbeet aussäen. Die Sämlinge werden im folgenden Frühjahr pikiert und in ein Anzuchtbeet gepflanzt. Erst nach etwa 3 Jahren pflanzt man die Jungpflanze an ihren endgültigen Standort.

 

 

 

Pflege

Vor allem im Frühjahr und Sommer benötigt die Pfingstrose bei trockener Witterung ausreichend Bewässerung.

Mit zusätzlichen Nährstoffen in Form von organischem Dünger sollte man die Staude im Frühjahr versorgen. Nach der Blüte kann eine zweite Düngergabe erfolgen, um so besser blüht die Pflanze im nächsten Frühjahr und treibt ordentlich aus.

Damit die Stängel mit den zum Teil sehr großen und schweren Blütenköpfen nicht abknicken, sollte man sie mit Stäben stützen.

Da es sich bei der Pfingstrose um einen Flachwurzler handelt, muss man bei der Pflege vorsichtig sein. Möglichst nicht hacken, da sonst das empfindliche Wurzelsystem beschädigt werden kann. Auf das Umpflanzen sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Lässt es sich nicht vermeiden, sollte man hierfür die Zeit zwischen Spätsommer oder Herbstbeginn wählen, damit die Pflanze noch vor dem Kälteeinbruch anwächst.

 

 

 

Möchte man die Samen nicht verwenden, sollten die verwelkten Blüten entfernt werden. Denn die Samenbildung kostet die Pflanze viel Kraft und geht zu Lasten der Blüte im folgenden Jahr. Das Laub sollte erst im Frühjahr abgeschnitten werden, denn es wird für die Bildung neuer Knospen benötigt. Einen radikalen Rückschnitt am besten nur bei kranken oder beschädigten Pflanzen durchführen. Ansonsten wird behutsam oberhalb der schlafenden Knospen zurückgeschnitten Lediglich Stauden mit buschigem Wuchs werden bereits im Herbst radikal zurückgeschnitten, dadurch wachsen sie jedes Jahr etwas höher.

Da die Staude nicht zu tief in der Erde sitzen darf, sollte man auf Mulchen und Kompost verzichten bzw. ihn nur dünn auftragen.

Im Winter sollte die Pfingstrose mit Reisig oder Laub vor Frost geschützt werden.