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Lilie

Die Lilie zählt wohl zu den elegantesten Blütenpflanzen im Garten. Sie gehören zur Familie der Liliengewächse und werden je nach Sorte zwischen 40 cm und 1,8 m hoch, unter Umständen sogar bis zu 2,5 m. Sie haben einen aufrechten Wuchs und wachsen eintriebig aus der Zwiebel.

Die Blüten erscheinen zwischen Juni und September.  Sie können turbanähnlich, trompeten-, glocken- oder schalenförmig sein. Je nach Sorte sind sie sehr stark duftend, wohlriechend, unangenehm riechend oder geruchlos. Nach der Blütezeit und der Bestäubung durch fremden Blütenpollen bildet die Lilie dreikammerige Kapselfrüchte mit Samen.

Die Zwiebel besteht aus vielen Zwiebelschuppen und dient als Überdauerungsorgan. Sie enthält Stärke als Reservestoff. An der Zwiebel befinden sich darüber hinaus Wurzeln, die der Nährstoffaufnahme dienen.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Der grüne Stängel hat einen aufrechten Wuchs. An ihm befinden sich die nahezu ungestielten Laubblätter. Ihre Form ist stark sortenabhängig. Die Blattränder sind jedoch in der Regel glatt.

Lilien eignen sich für Blumenbeete und Staudenrabatten. Sie kommen zwischen niedrigen Stauden besonders gut zur Geltung, aber auch am Gehölzrand. Sie passen hervorragend in naturnahe Gärten und Bauerngärten.

Lilien eignen sich sehr gut als Schnittblumen für die Vase und werden in der Floristik für elegante Blumensträuße und Gestecke verwendet. Beim Schneiden sollte man unbedingt darauf achten, dass man den Stiel nicht unmittelbar über dem Boden abschneidet, sondern immer einen Teil des Stängels mit Blättern stehen lässt.

Die Pflanzenteile der meisten Lilienarten sind, abgesehen vom Stängel, genießbar. So werden in einigen Ländern beispielsweise die Zwiebeln als Lebensmittel verzehrt.

Arten

Die Feuer-Lilie zählt zu den geschützten Arten. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 40 cm und 1,2 m. Die geruchlosen Blüten leuchten orange oder rot und sind innen dunkel gesprenkelt. Sie sind glocken- bis schalenförmig.

Einen mit bis zu 1,8 m recht hohen Wuchs kann die Tiger-Lilie erreichen. Sie ist in heimischen Gärten sehr beliebt und lässt sich leicht kutivieren. Die orange-roten Blüten sind schwarz gesprenkelt und geruchlos.

Eine typische alte Bauerngarten-Sorte ist die Madonnen-Lilie. Ihre trichterförmigen Blüten sind stets weiß und verströmen einen starken Duft. Zwischen 80 cm und 1,2 m hoch wachsen die eintriebigen und aufrechten Stängel.

Eine besonders auffällige Blütenform besitzt die Türkenbund-Lilie. Die Spitzen der Blütenblätter sind so stark zurückgebogen, dass sie der Form eines Turbans ähneln. Sie erscheinen zwischen Juni und August in Purpurrosa mit weinroten Tupfen. Sie ist seit Jahrhunderten eine beliebte Zierpflanze, wobei ihr Blütenduft recht herb ist.

 

 

 

Pflanzung

Lilien benötigen ein sonniges Plätzchen. Wegen ihrer Wuchshöhe empfiehlt es sich einen windgeschützten Standort zu wählen. Der Wurzelbereich sollte möglichst beschattet und kühl bleiben. Gut gelockerter und humoser Boden sind ideal. Er sollte wasserdurchlässig sein, denn bei Staunässe beginnen die Zwiebeln zu faulen. Die Erde darf jedoch während der Wachstums- und Blütezeit niemals ganz austrocknen.

Gepflanzt wird am besten im Herbst. Je später der Pflanztermin desto wichtiger ist die Mulchschicht, die die Zwiebel im Winter vor Frost schützt. Zwischen 5 und 10 cm hoch sollte sie sein. Spätblühende Sorten können auch noch im Frühjahr gepflanzt werden.

Die Pflanztiefe sollte etwa das 3-fache des Zwiebeldurchmessers betragen.

Der Austrieb ist im Frühjahr durch Spätfrost gefährdet, deshalb die frischen Triebe am besten durch eine Abdeckung aus Reisig oder Stroh schützen.

Die Art der Vermehrung kann bei der Lilie vielfältig aussehen, durch Samen, Brutzwiebeln, Teilung oder Zwiebelschuppen. Es gibt Samen, bei denen die Keimung bereits nach einer Woche erfolgt und Samen mit verzögerter Keimung, wo die Keimung über ein Jahr dauern kann.

Einfacher ist die Vermehrung durch Brutzwiebeln, diese werden in den Blattachseln gebildet. Größere Zwiebelballen lassen sich einfach teilen. Die fleischigen Zwiebelschalen können nach der Blüte voneinander getrennt und neu eingepflanzt werden.

 

 

 

Pflege

Bei trockener Witterung  muss vor und während der Blütezeit gegossen werden. Ist die Lilie abgeblüht, benötigt sie keine zusätzliche Wasserversorgung mehr.

Nach dem Austrieb die Pflanze mit Flüssigdünger versorgen.

Hochwüchsige und standschwache Arten sollten eine Stütze erhalten.

Lässt die Blüte nach ein paar Jahren nach, ist es Zeit für einen Standortwechsel. Hierfür die Zwiebel vorsichtig ausgraben und an einem anderen Standort wieder einpflanzen.

Die frischen Triebe werden gern von Schnecken und die Zwiebeln von Wühlmäusen gefressen. Auch Schädlinge wie  Blattläuse und Lilienhähnchen befallen die Pflanze des Öfteren.