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Krokus

Krokusse sind beliebte bunte Frühblüher oder auch Herbstblüher, die in heimischen Gärten und Vorgärten häufig zu finden sind.

Sie gehören zu der Pflanzenfamilie der Schwertliliengewächse. Der Krokus wächst eintriebig aus der Knolle, die ihm als Überdauerungsorgan dient.

Krokusse sind zwar recht kleinwüchsig, stechen durch ihre Blütenfarbe jedoch deutlich hervor. Sie blühen in den unterschiedlichsten Farben von dezenten Pastellfarben bis zu leuchtenden Farbtönen, Weiß, Gelb, Orange-gelb, Violett oder Blau.

Es gibt Krokusse, die bereits im zeitigen Frühjahr, ab Februar beginnen zu blühen und auch spätblühende Arten, die vom zeitigen Herbst bis in den November hinein blühen. Die Krokusblüten ziehen viele Bienen und Hummeln an. Denn vor allem  die frühjahrsblühenden Sorten stellen eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten da. Nach der Blüte werden Kapselfrüchte mit zahlreichen Samen gebildet.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Der Krokus bildet nur wenige Laubblätter. Sie sind schmal, glattrandig und grün mit einem weißen Mittelstreifen.

Krokusse eignen sich zum Verwildern unter Bäumen, Sträuchern oder in schütteren Rasenflächen. Bei dichtem, gesundem Rasen haben es die Krokuswurzeln manchmal jedoch etwas schwer, sich durchzusetzen.

Krokusse können in Vorgärten, an Beeträndern, auf sonnigen Hängen oder im Steingarten Platz finden. Sie eignen sich zum Kultivieren in Pflanzkübeln oder -schalen.

Aus den getrockneten Narben des Safran-Krokus wird Safran gewonnen. Er kann als Gewürz, Farbstoff oder Heilmittel verwendet werden.

Arten

Es gibt über 100 verschiedene Krokusarten.

In unseren heimischen Gärten am häufigsten vertreten ist der Gartenkrokus. Er wird zwischen 10 und 15 cm groß. Die großen, breit trichterförmigen Blüten erscheinen Ende März und April in den verschiedensten Farbtönen, wie Weiß, Gelb oder Violett.

Der Bunte Krokus erblüht bereits ab Februar in Gelb, Bronzefarben, Hellblau oder Purpur. Manche sind auch weiß gestreift. Die Blüten sitzen endständig an kurzen Stielen und die Sorte wird in der Regel nicht höher als 10 cm.

Kein Frühblüher sondern ein Herbstblüher ist der Herbstkrokus. Er blüht, wenn die Sommerblütenpracht im Garten langsam nachlässt. Ab September erscheinen die großen trichterförmigen Blüten in Violett-blau. Die Pflanze wird zwischen 10 und 15 cm groß.

 

 

 

Pflanzung

Gepflanzt werden Krokusse am besten an einen sonnigen oder leicht schattigen Platz. Sie schätzen einen nährstoffreichen und humosen Boden, gedeihen aber auch in jedem normalen Gartenboden. Nur zu schwer oder staunass sollte er nicht sein.

Frühjahrsblühende Krokusse werden im Herbst gepflanzt. Herbstblühende hingegen im Hochsommer.

Die Pflanztiefe sollte etwa dem 3-fachen des Knollendurchmessers entsprechen. Sie sollten stets in größeren Gruppen gepflanzt werden, da die kleinen Pflänzchen sonst nicht richtig zur Geltung kommen.

Krokusse vermehren sich durch Brutknollen und Samen. Die Samen werden von Ameisen verbreitet und vermehren sich dadurch selbst. Deshalb wachsen Krokusse häufig auch an Stellen im Garten, an denen sie nicht gepflanzt wurden. Die Brutknollen können ausgegraben, von der Mutterknolle abgenommen  und an einem anderen Standort wieder eingepflanzt werden.

 

 

 

Pflege

Krokusse sind äußerst pflegeleichte Pflanzen.

Das Laub sollte frühestens 6 Wochen nach der Blüte entfernt werden, wenn das Laub vollständig vergilbt ist. Denn die Blätter produzieren wertvolle Nährstoffe, die die Pflanze für die Blüte im nächsten Jahr benötigt. Die Nährstoffe werden über Winter in der Knolle gespeichert. Bei verwilderten Krokussen im Rasen sollte man das erste Rasenmähen auf Ende Mai verschieben, bis das Laub vergilbt ist.

Im Frühjahr und Früherbst können die Krokusse gemulcht werden. Das Mulchen empfiehlt sich jedoch nicht für in Rasenflächen gepflanzte Krokusse. Hier kann im zeitigen Frühjahr mit Flüssigdünger  gedüngt werden.

Krokusknollen sind winterhart. Sie können auch den Winter über im Freiland bleiben. Am besten gedeihen sie, wenn sie ungestört in der Erde bleiben und an ein und denselben Standort verweilen.

Die kleinen Knollen der Krokusse sind leider bei Mäusen und Wühlmäusen äußerst beliebt.