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Lavendel 1

Der Kräutergarten

Wer gut und gerne kocht, weiß den Einsatz frischer Küchenkräuter zu schätzen. Mit einem eigenen kleinen Kräutergarten hat man die Gewürze fast das ganze Jahr über frisch zur Hand.

Kräutergarten/ Kräuterbeet

In einem kleinen abgegrenzten oder in den Garten integrierten Bereich kann man kann man einen kleinen Kräutergarten anlegen oder ein Kräuterbeet gestalten. Dafür wird nicht viel Platz benötigt. Ein schmaler Streifen oder eine ungenutzte Ecke im hinteren Gartenbereich genügen bereits.

Der Standort sollte möglichst sonnig und windgeschützt sein. Auch ein Hang mit Südausrichtung ist gut geeignet.

Die meisten Gewürzpflanzen kommen mit normaler Gartenerde gut zurecht. Weicht die Bodenqualität stark ab, kann man entsprechende Bodenverbesserungsmaßnahmen durchführen. Der Boden sollte gut gelockert sein, damit er genügend Wasser aufnehmen kann.

Großwüchsige Kräuter und Halbsträucher, wie Estragon, kommen in die hintere Reihe, die kleineren, wie Petersilie, nach vorn.

Das Beet oder der Kräutergarten können durch eine natürliche Beeteinfassung aus Buchsbaum oder Kräuter oder auch durch Ziegel, Holz oder Feldsteine abgegrenzt werden.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 
Hochbeet

Ein Hochbeet ist nicht ebenerdig sondern etwas höher gelegen. Es erleichtert die Gartenarbeit, schützt besser vor Schädlingen, wie Schnecken, und die Erde erwärmt sich schneller als am Boden. Das Beet ist rechteckig und möglichst nur so groß, dass es gut erreichbar ist und sich von außen bearbeiten und pflegen lässt. Ideal ist eine Nord-Süd-Ausrichtung wegen der Sonneneinstrahlung. Um das Beet vor Nagern, wie Wühlmäusen, zu schützen, legt man den Boden am besten mit einem Drahtgeflecht oder einem Maschendraht aus. Das Hochbeet kann man schichtweise mit Baumschnitt, Laub, Rasenschnitt, reifem Kompost und Gartenerde befüllen.

Kräuterspirale

Eine Kräuterspirale ermöglicht es viele verschiedenen Kräuter unter den erforderlichen Standortbedingungen anzupflanzen und das auf kleinstem Raum. Im oberen Bereich  werden die trockenheitsverträglichen und sonnenhungrigen Pflanzen platziert. Dazu gehören vor allem mediterrane Kräuter, wie Thymian, Salbei, Rosmarin und Lavendel. In der Mitte im halbschattigen Bereich mit normaler Gartenerde gedeihen Schnittlauch, Kümmel, Fenchel, Kamille, Gartenkresse und Johanniskraut. Im unteren etwas feuchteren und nährstoffreichen Boden können Petersilie, Dill, Basilikum, Melisse und Liebstöckel gepflanzt werden. Wer möchte, kann am Fuße der Kräuterspirale noch ein kleines Wasserbecken oder eine mit Folie ausgelegte Mulde anlegen. Dort wachsen feuchtigkeitsliebende Brunnenkresse und Wasserminze.

Gemischte Beete

In den traditionellen Bauerngärten war es üblich, dass Blumen, Gemüse und Kräuter  in den Beeten und Rabatten gemischt wurden. Die bunte Mischung hatte seinen ganz besonderen Charme.

Einige Kräuter können in Mischkultur mit Gemüsepflanzen oder Zierpflanzen angebaut werden. Sie ergänzen sich und ziehen einen gegenseitigen Nutzen, indem sie Schädlinge fernhalten, den Boden beschatten, Unkrautwachstum verringern sowie Ertrag und Qualität verbessern.

Bohnenkraut, Knoblauch und Thymian halten beispielsweise Blattläuse fern, Salbei gefräßige Schnecken und Kamille verbessert die Bodenqualität.

So lassen sich Buschbohnen hervorragend mit Bohnenkraut kombinieren, Gurken mit Dill, Erdbeeren und Tomaten mit Knoblauch, Möhren und Rote Beete mit Zwiebeln. Lavendel ist der ideale Rosenbegleiter, weil er Blattläuse und Ameisen fernhält.  Und mit Schnittlauch in unmittelbarer Nachbarschaft sind Rosen weniger anfällig für Rostpilz.

 

Anpflanzung

Um immer frische Würzkräuter für die Küche zur Verfügung zu haben, kann man sich im Garten ein kleines Kräutergärtchen oder eine Kräuterspirale anlegen. Viele Kräuter sind nicht nur nützlich sondern auch dekorativ und können ohne Probleme auch ins Blumenbeet gepflanzt werden. Es muss nicht immer ein verstecktes Plätzchen im hinteren Teil des Gartens sein.

Der Standort sollte möglichst sonnig sein. Denn viele Würzpflanzen, wie Salbei, Thymian und Knoblauch, sind Sonnenanbeter. Auch sollte der Platz warm und windgeschützt gelegen sein. Als Erde genügt in der Regel normale Gartenerde.

Einjährige Kräuter werden im Frühjahr ausgesät oder bereits zu Frühjahrsbeginn auf der Fensterbank vorgezogen. Die beste Pflanzzeit für mehrjährige Kräuter, wie Estragon, Thymian oder Minze, ist der Monat September. Große Stöcke können im Herbst geteilt und dadurch vermehrt, verkleinert oder verjüngt werden.

 

 

 

 

 

Um ein einseitiges Auslaugen des Bodens zu verhindern, sollten einjährige Gewürzpflanzen ihren Platz jährlich wechseln.

Damit die Gewürze bei jedem Wetter trockenen Fußes geerntet werden können, empfiehlt sich ein befestigter Weg vom Haus um Kräuterbeet. Das Beet sollte nur so breit sein, dass man die Pflanzen gut erreichen kann.

Wer keinen Garten hat, kann Gewürzpflanzen auch in Töpfen, Pflanzschalen oder Blumenkästen auf dem Balkon oder dem Fensterbrett kultivieren. Hierfür eignen sich vor allem einjährige Pflanzen, wie Gartenkresse, Majoran und Basilikum.

Pflege

Chemische Pflanzenschutzmittel haben im Kräutergarten grundsätzlich nichts verloren. Bei Bedarf kann eine Kompostgabe erfolgen, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern. Es sollte jedoch nur mäßig gedüngt werden. Vorübergehende Trockenheit vertragen die meisten Gewürzpflanzen recht gut, Staunässe hingegen nicht.

Immergrüne Kräuter, wie Lavendel, Thymian und Salbei schneidet man im Frühjahr am besten um etwa ein Drittel zurück.

Die ersten Kräuter wird man bereits im Frühjahr ernten können. Haupterntezeit ist in der Regel kurz vor der Blütezeit im Sommer. Dann sind Gewürze, wie Majoran, Thymian, Rosmarin und Salbei am aromatischsten.

Einige Kräuter, wie Lorbeer oder Rosmarin, sind kälteempfindlich und müssen im Spätherbst an einen frostfreien Ort gebracht werden. Nach der Winterruhe können sie im Frühjahr wieder langsam an das Klima im Freien gewöhnt und nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden.

Berücksichtigen Sie, dass Topfpflanzen häufiger gegossen werden müssen als Freilandpflanzen, weil die Topferde die Feuchtigkeit nicht so lange speichern kann. Sie sollten jedoch nie im Wasser stehen, denn Staunässe vertragen die wenigsten Kräuter. Viele Gewürzpflanzen lassen sich auf der Fensterbank kultivieren. So dass man auch im  Winter frische Blätter und Triebe ernten kann.

 

Die wichtigsten Küchenkräuter und Gewürzpflanzen