Hobbygaertner.nl durchsuchen:

 

© Horticulture - Fotolia.com

 

 

 

Rasenpflege - Krankheiten

Rasenkrankheiten werden besonders häufig durch Pilze verursacht. Sie treten vor allem durch ungesundes Saatgut und bei nicht ausreichender Rasenpflege auf. Auch bestimmte Witterungsverhältnisse kommen als Auslöser dieser Krankheiten in Betracht.

 

Talerflecken

Talerflecken sind kleine, runde, hellbraune Flecken, die  sich auf der Rasenfläche bilden, vor allem im Frühherbst. Sie werden allmählich größer, fließen ineinander über und färben sich mit der Zeit dunkel. Schuld ist ein Pilz, der vor allem auf verdichtetem Boden auftritt. Besonders häufig kommt er auf alkalischen und gekalkten Böden mit einem hohen pH-Wert vor.

Man kann dieser Pilzerkrankung vorbeugen, wenn man den Boden gut belüftet, regelmäßig vertikutiert und nicht kalkt. Eingetrocknetes Gras sollte entfernt werden. Von Talerflecken befallene Stellen ausstechen, den Boden austauschen und neuen Rasen säen.

 


 

 

Schneeschimmel

Eine der wohl am meisten verbreitetsten Rasenkrankheiten ist der Schneeschimmel. Die am Anfang noch kleinen, gelben oder orangen Flecken im Rasen breiten sich rasch aus und gehen ineinander über, so dass die betroffenen Flächen immer größer werden. Das Gras stirbt ab und die Blätter verkleben durch weißes Pilzmyzel. Vor allem feuchte Witterung, schlechte Bodenbelüftung und ein zu hoher Stickstoffgehalt begünstigen den Schneeschimmel.

Um dem Befall vorzubeugen, sollte der Rasen gut gepflegt und regelmäßig vertikutiert werden, damit der wasserrückhaltende Rasenfilz entfernt und die Bodenbelüftung verbessert wird. Das Schnittgut sollte entfernt werden. Dauerhafte Oberflächenfeuchte muss durch eine verbesserte Drainage vermieden werden. Zu hohe Stickstoffdüngergaben sollte man vor allem im Spätsommer und Frühherbst vermeiden.

 

 

 

 

Rotspitzigkeit

Auch die Rotspitzigkeit ist weit verbreitet. In der Regel erholt sich die Rasenfläche bei richtiger Pflege jedoch wieder. Diese Pilzkrankheit tritt häufig nach Regenperioden auf schlecht belüfteten und stickstoffarmen Böden auf.

Es kommt zu fleckenartige Schadstellen mit roten, gallertartigen Myzelsträngen, die sich verästeln. Bei geringem Befall sind nur die Blattspitzen betroffen und die Flecken sehr klein. Nur bei sehr starkem Befall stirbt der Rasen vollständig ab. Dies lässt sich jedoch verhindern, indem man rechtzeitig handelt. Die Wachstumsbedingungen für den Rasen durch verbesserte Rasenpflege, Düngung, richtige Bewässerung und regelmäßiges Belüften des Bodens optimieren. Auch im Sommer sollte bei ausreichender Feuchtigkeit eine ausgewogene Stickstoffdüngung erfolgen.

 


 

 

Dollarfleckenkrankheit

Der Erreger dieser Krankheit ist ebenfalls ein Pilz und er befällt ausschließlich die Blätter der Gräser. Die zuerst kleinen, gelben Flecken, breiten sich mit der Zeit aus und werden größer. Bei besonders hoher Feuchtigkeit tritt auch ein feines weißliches Myzel auf.

Befallen werden vor allem feuchte und schlecht belüftete Rasenflächen. Dies bedeutet, dass man bei Befall, den Rasenfilz umgehen entfernen und den Boden lockern muss, um die Belüftung zu verbessern. Sachgemäße Bewässerung, um unnötig hohe Feuchtigkeit zu vermeiden. Kaliumdünger im Sommer kann die Widerstandkraft erhöhen.

 

Blattfleckenkrankheit

Bei dieser Rasenkrankheit sind Flecken auf den Blättern zu beobachten, die in Farbe und Größe variieren können. Sie ist relativ verbreitet, richtet in der Regel aber keine größeren Schäden an. Si wird durch einen Pilz hervorgerufen, der durch feuchte Witterung begünstigt wird.

Abgestorbene Pflanzenteile sowie Schnittgut sollten immer entfernt werden. Auf eine richtige Beregnung achten. Lieber seltener Bewässern und dafür durchdringend, als unnötige Feuchtigkeit zu erzeugen. Es gibt jedoch auch speziell gegen diese Krankheit resistente Grasarten, auf die man zurückgreifen kann.

 

 

 

Rostkrankheit

Bei dem Befall von Rast treten hellgelbe Flecken an den Grasblättern auf, die sich – je nach Rostart - zu gelben, braunen oder schwarzen Pusteln entwickeln. An den Pusteln befinden sich die Sporen, die durch den Wind oder das Betreten der Flächen verbreitet werden. Das Gras wird geschwächt, die Rasenfläche ausgedünnt und kahlfleckig.

Vor allem durch Wasser-, Licht- oder Nährstoffmangel gestresste Rasenflächen sind anfällig für Rostkrankheiten. Aber auch langanhaltende Feuchtigkeit und Stickstoffmangel kommen als Ursache in Betracht. Im Normalfall entstehen durch Rost keine gravierenden Schäden.

Vorbeugen kann man am besten durch gute Rasenpflege mit ausreichender Nährstoffversorgung, sachgemäßer Bewässerung, regelmäßiges Vertikutieren und Rasenmähen, sowie optimaler Licht- und Luftzufuhr. Abgestorbene Pflanzenreste, Laub und Schnittgut sollten entfernt werden.

 

 

 


Rubriken zum Thema Rasen:

Boden vorbereiten
Rasensorten
Aussaat
Rollrasen verlegen
Bewässerung
Bewässerungsgeräte 
Rasen mähen
Rasen vertikutieren
Rasen düngen
Schädlinge
Mähkanten setzen
 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum