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Der Kirschlorbeer - Sträucher und Hecken im Garten

Der Name Kirschlorbeer ist etwas irreführend, denn mit dem Gewürzlorbeer hat diese Pflanze nicht viel zu tun. Lediglich die Blattform ist ähnlich. Der Kirschlorbeer ist eng mit der Kirsche verwandt. Somit wird er auch häufig als Lorbeerkirsche bezeichnet.

Die Wuchshöhe und -breite variiert je nach Sorte zwischen 1 und 7 m. Mit einem Wuchs zwischen 20 und 40 cm pro Jahr wächst der Kirschlorbeer mäßig bis mittellschnell. Die Pflege des Strauches und vor allem ein ausreichend feuchter Boden spielen bei der Wachstumsgeschwindigkeit eine besonders große Rolle. Bis Neupflanzungen zu einem ausreichend hohen Sichtschutz herangewachsen sind, können 4 bis 5 Jahre vergehen.

Die kleinen, weißen Blüten erscheinen zwischen April und Juni und bilden längliche, aufrecht stehende  Trauben. Blüten und Blätter verströmen einen bittermandelähnlichen Duft.

Die Sträucher und Hecken gelten als immergrün, denn erst nach dem Neuaustrieb des Laubes, verfärben sich die Blätter des Vorjahres und fallen ab. Die Blätter können je nach Sorte groß, klein, schmal oder breit sein. Sie glänzen grün und besitzen einen lederartigen Überzug.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Die Früchte erscheinen im Spätsommer, sind rund und haben in etwa die Größe einer kleinen Kirsche. Sie reifen von grünen Früchten über roten bis zu schwarzen Kirschen heran. In reifem Zustand schmecken sie süß, haben jedoch einen leicht bitteren Nachgeschmack. Wegen ihres Blausäureanteils sind sie in rohem Zustand jedoch mit Vorsicht zu genießen.  Durch Hitzeeinwirkung, wie beim Einkochen, werden die gesundheitsschädlichen Blausäureverbindungen zerstört. So wird das Fruchtfleisch der Lorbeerkirsche u.a. zu Marmelade oder Gelee verarbeitet. Auch andere Pflanzenteile, vor allem Samen und Blätter, enthalten giftige Stoffe.

Der Kirschlorbeer ist als Bepflanzung für den Garten und auch für Parkanlagen so beliebt, weil er der wohl robusteste aller immergrünen Sträucher ist. Er eignet sich als Flächenbepflanzung sowie als Hecke und bietet ganzjährig Sichtschutz. Die großblättrigen Sorten eignen sich darüber hinaus noch besonders als Lärmschutz. Aber auch als Solitärpflanze wird der Kirschlorbeer, beispielsweise in Kombination mit Rosen oder Bodendeckern, verwendet.

 

Pflanzung

Der Kirschlorbeer stellt keine besonderen Ansprüche an seinen Standort. Er gedeiht im Schatten und in voller Sonne. Selbst zwischen großen Bäumen hält der dem Wurzeldruck stand. Trockene Böden können ihm nichts anhaben. In rauen Lagen ist der Kirschlorbeer jedoch für ein geschütztes Plätzchen dankbar. So lassen sich unnötige Frostschäden im Winter vermeiden.

Kirschlorbeer wächst auf jedem Bodentyp. Nur Staunässe verträgt er nicht ganz so gut.

Bei Heckenpflanzung sollte man einen Abstand von etwa 0,5 m zwischen den einzelnen Sträuchern lassen.

Vermehren lässt sich der Kirschlorbeer beispielsweise durch Absenker, die nach einigen Monaten so gut bewurzelt sind, dass sie von der Mutterpflanze entfernt und an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden können.

Außerdem ist die Stecklingsvermehrung möglich. Hierfür werden halbreife Stecklinge im Spätsommer oder Herbst geschnitten. In Wasser oder feuchter Anzuchterde bewurzeln sie bereits nach wenigen Wochen.

Selbst die Aussaat im Frühjahr oder Herbst ist möglich. Viele Kirschlorbeersorten vermehren sich sogar durch Selbstaussaat von ganz alleine. 

 

 

 

 

Pflege

Der Kirschlorbeer ist eine der pflegeleichtesten Pflanzen überhaupt. Er benötigt keine besonders nährstoffreichen Böden und muss deshalb auch nicht unbedingt regelmäßig gedüngt werden.

Der Kirschlorbeer toleriert selbst Trockenheit. Jedoch sollte man trotzdem darauf achten, dass die Pflanze nicht zu sehr austrocknet, da sie in einem solch geschwächten Zustand anfälliger für Schädlinge und Pilzkrankheiten ist. Wegen seiner Empfindlichkeit gegenüber Staunässe sollte der Kirschlorbeer jedoch nur mäßig bewässert werden und auch nur dann wenn die obere Erdschicht trocken ist. Mit einer Mulchschicht hält sich die Feuchtigkeit länger im Boden.

In besonders harten Wintern oder rauen Lagen kann es zu Frostschäden kommen. Besonders gefährlich ist die Kombination aus Sonne und Kälte ohne Schneefall. Die Blätter können sich braun verfärben und nach und nach abfallen. In der Regel erholt sich der Strauch davon jedoch wieder und treibt im Frühjahr neu aus.

 

 

 

Einmal im Jahr sollte die Kirschlorbeerhecke ihren Schnitt erhalten. Damit die Zeit, die die Hecke nach dem Schnitt etwas unansehnlich und unnatürlich aussieht, möglichst kurz ist, sollte man am besten kurz vor dem Blattaustrieb schneiden. Frei wachsende Hecken von Zeit zu Zeit auslichten, damit die Sträucher nicht vergreisen.

Im Prinzip verträgt ein gesunder Kirschlorbeerstrauch jeden Schnitt, selbst einen radikalen Rückschnitt bis ins alte Holz.