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Pflanzenschutz - Jauchen, Brühen und Auszüge aus Pflanzen

Es gibt zahlreiche Auszüge, Brühen und Jauchen, die die Gartenpflanzen stärken und sie dadurch in einem gewissen Maße vor Krankheiten und Schädlingen schützen. Und auch zur direkten Schädlingsbekämpfung lassen sich viele diese Kräutergemische einsetzen.

Zubereitung

Auf 10 Liter Regenwasser kommen in der Regel 1 Kilogramm frisches oder 150 Gramm getrocknetes, klein gehacktes Kraut. Für Brühen und Auszüge werden die Kräuter zwischen 3 und 36 Stunden eingeweicht.  Bei Jauchen kann die Einweichzeit bis zu 20 Tagen betragen. Das Pflanzenmaterial muss vollständig vergoren sein. So dass die Nähr- und Wirkstoffe der Pflanzen vollständig in die Jauche übergehen.

Auszüge werden verdünnt und Brühen unverdünnt aufs Beet gegeben. Jauche muss abgeseiht und anschließend möglichst rasch verspritzt werden.

So soll Farnkraut beispielweise gegen Schild- und Blattläuse helfen, Meerrettich gegen Monilia-Pilz, Rhabarber gegen die Lauchmotte und die Bohnenblattlaus. Tomatenblätter kann man wirksam gegen den Kohlweißling einsetzen, Zwiebeln gegen die Möhrenfliege und zahlreiche Pilzkrankheiten. Schwarzer Holunder kann sogar Maulwürfe vertreiben.

 

 

 

 

Brennnesseljauche/ -auszug

Am bekanntesten ist wohl die Brennnesseljauche. Hierfür werden Große und Kleine Brennnesseln noch vor der Samenbildung gesammelt. Außer den Wurzeln kann die gesamte Pflanze verwendet werden. Auf 10 Liter Wasser gibt man 1 Kilogramm frische oder 200 Gramm getrocknete Brennnesseln. Nun muss das Ganze ziehen und vergären. Je nach Witterung dauert dies zwischen 7 und 14 Tagen. Einmal täglich umrühren, damit der Jauche ausreichend Sauerstoff zugeführt wird. Ist die Jauche fertig wird sie 10- bis 20-fach verdünnt und in den Wurzelbereich der Pflanzen gegossen. Die Jauche stärkt die Pflanze und wirkt wachstumsfördernd.

Möchte man die Brennnesseln als Auszug zur Bekämpfung von Blattläusen anwenden, werden die Kräuter nur zwischen 12 und 24 Stunden eingeweicht. Der Gärungsprozess darf hierbei noch nicht einsetzen. Den Auszug unverdünnt auf die betroffenen Stellen oder auf die gesamte Pflanze spritzen. Dafür am besten einen sonnigen Tag wählen, denn starke Sonneneinstrahlung verstärkt die Wirkung zusätzlich. Ein Brennnesselauszug wird lediglich im Anfangsstadium eines Blattlausbefalls ausreichend Wirkung zeigen. Bei starkem Befall muss man auf andere Maßnahmen zurückgreifen.

 

 

 

 

Ackerschachtelhalmauszug

Für die Zubereitung werden die grünen Triebe des Ackerschachtelhalmes ohne Wurzel verwendet. 1 Kilogramm frisches oder 150 Gramm getrocknetes Kraut werden auf 10 Liter Wasser gegeben. 2 - 3 Tage ziehen lassen, ggf. noch 20 bis 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend abseihen und verdünnen.

Ein 5-fach verdünnter Auszug kann im Kampf gegen Blattläuse, Rote Spinne, Schorf und Mehltau eingesetzt werden. Außerdem ist der Ackerschachtelhalmauszug als Vorbeugung gegen saugende Schädlinge und Pilzkrankheiten geeignet. Die u.a. enthaltene Kieselsäure  stärkt die Pflanze.