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Gehölzschnitt - Instandhaltungsschnitt / Erhaltungsschnitt  bei sommergrünen und immergrünen Laubgehölzen, Nadelgehölzen sowie Klettergehölze und Kübelpflanzen

 

Sommergrüne Laubgehölze

Ein regelmäßiger Instandhaltungsschnitt ermöglicht einen guten Kronenaufbau. Er sorgt dafür, dass sich die Äste gleichmäßig und artgerecht entfalten und nicht um Licht und Luft konkurrieren müssen. Außerdem regt er die Blühfreudigkeit an und verbessert somit bei Obstbäumen den Fruchtbesatz. Besonders einfach gestaltete sich der Instandhaltungsschnitt, wenn der Aufbau des Grundgerüsts bereits durch den richtigen Erziehungsschnitt in den ersten Jahren erfolgt ist.

Kräftige, gesunde und gleichmäßig wachsende Triebe bleiben erhalten. Steil nach oben oder nach innen wachsende Triebe, sowie zu eng oder sich kreuzende Äste werden entfernt. Die Baumkrone wird ausgelichteten, damit das Innere auch weiterhin ausreichend mit Licht und Luft versorgt wird und nicht verkahlt. Denn sind zu viele Zweige im Inneren der Krone vorhanden, sind sie unterversorgt, werden schwach und anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Bei veredelten Gehölzarten müssen eventuell wachsende Wildtriebe entfernt werden, denn sie schwächen die Pflanze unnötig.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 
IDer ideale Zeitpunkt ist der Spätwinter, wenn keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind. Da befindet sich das Gehölz noch in der sogenannten Saftruhe und die Saftverluste durch den Schnitt sind gering. Wählen Sie einen möglichst sonnigen frostfreien Tag aus. Bei vielen Bäumen muss der Instandhaltungsschnitt nicht jährlich durchgeführt werden. Oft genügt es alle 4, 5 Jahre.

Kleinere Schnittmaßnahmen, wie das Entfernen von totem, krankem oder dürrem Holz kann auch im Sommer vorgenommen werden. Denn dann sind sie zwischen den satt grünen Trieben besser erkennbar.

Bei Sträuchern werden in erster Linie alte Triebe oder zu eng stehende Zweige bodennah entfernt. Anders als bei Bäumen haben Sträucher kein symmetrisch angeordnetes Astwerk und müssen deshalb nur ausgelichtet werden. Damit gewachsene Sträucher nicht zu dicht wachsen, sollten die Triebspitzen nicht geschnitten werden, denn sonst verzweigen sie sich zu stark. Die genaueren Schnittmaßnahmen sind artenabhängig.

Für den Schnitt bei Sträuchern ist die Blütezeit ausschlaggebend. Während sommerblühende Sträucher im zeitigen Frühjahr geschnitten werden, erfolgt der Schnitt frühjahrsblühender Ziersträucher direkt nach der Blütezeit.

 

Immergrüne Laubgehölze

Die immergrünen Laubgehölze müssen in der Regel gar nicht oder nur sehr wenig zurückgeschnitten werden. Denn bei ausreichendem Platz und guten Standortbedingungen entwickeln sie meist von Natur aus eine regelmäßige, buschige Form.

Totes, krankes und beschädigtes Holz sowie sich kreuzende Äste sollten jedoch auch hier entfernt werden.

Ausnahme bilden die in Form geschnittenen Pflanzen. Sie sollten bereits in den ersten Jahren den Formschnitt erhalten, der jährlich wiederholt werden muss.

 

 

 

 

Nadelgehölze

Die meisten Nadelgehölze, vor allem Koniferen, sind nicht besonders schnittverträglich. Sie wachsen von Natur aus gleichmäßig an einem Mittelleittrieb. Wird dieser Trieb gekürzt, verzweigt sich der Baum im Gipfel und verliert seine typischen Form. Wenn erforderlich am besten nur junge Konkurrenztriebe am Gipfel und dürre Zweige im Kroneninneren entfernen. Idealer Schnittzeitpunkt der Sommer.

Der Schnitt in altes Holz ist für Nadelgehölze besonders schädlich, da die Wunden sehr stark harzen.

Es gibt jedoch auch Nadelgehölze, die einen Schnitt gut vertragen. Scheinzypresse oder Thuja werden gern als Heckenpflanze genutzt und werden ein- bis zweimal jährlich, im Frühjahr und Spätsommer geschnitten. Aber auch hier sollten nur die jungen Triebe geschnitten werden und nicht bis ins alte Holz. Schneiden Sie solche Hecken regelmäßig, denn die nachträgliche Korrektur eine jahrelang versäumten Schnittes ist nur schwer möglich. Denn kürzt man die Pflanzen zu stark, bleiben kahle und braune Stellen, meistens sogar für immer.

 

Klettergehölze und Kübelpflanzen

Klettergehölze sollten ungehindert wachsen können. Lediglich störende Triebe entfernen. Sommerblühende Waldrebensorten werden im Frühjahr stark zurückgeschnitten, damit sie neue Triebe mit viele Blüten bilden.

Kübelpflanzen werden im April vor dem Ausräumen nur leicht zurückgeschnitten, um sie in Form zu halten und einen verzweigten Wuchs zu fördern.