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Die Clemantis - Balkon- und Kübelpflanzen

Die Clematis, auch als Waldrebe bekannt, gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Es handelt sich um verholzende oder krautige Kletterpflanzen, die je nach Sorte laubabwerfend oder immergrün sein können. Bis zu 3 m hoch können die Pflanzen klettern oder kriechend am Boden entlang wachsen.

Die Blüten stehen meistens end- oder achselständig zusammen, selten vereinzelt. Die Blütenfarbe reicht von weiß, cremefarben über gelb, rosa oder grün bis hin zu rot, violett oder blau. Die meisten Sorten sind stern- oder schalenförmig und einige können einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen.

Die Blattformen sind von Sorte zu Sorte sehr unterschiedlich, oft sind sie gefiedert. Die Blattränder können glatt oder gezähnt sein.

Die Clematis wird im Garten gern zum Begrünen von Zäunen oder Mauern verwendet, aber auch an Bäumen, Sträuchern, Spalieren oder Rosenbögen ranken sie empor. Für die Begrünung von Terrasse und Balkon können sie auch gut in Pflanzgefäßen kultiviert werden.


 

 
 

Arten

Mehr als 200 Clematisarten sind bekannt.

Die Gewöhnliche, Echte oder Gemeine Weinrebe blüht von Juli bis September/ Oktober. Die nektarriechen, federige Blüten sind ein Magnet für Nützlinge wie Schmetterlinge und Bienen. Die verholzten Sprossachsen können einen Durchmesser von bis zu 6 cm erreichen. Der Duft der Blüten wird von den meisten als eher unangenehm empfunden. Sie vermehrt sich recht schnell von alleine durch Selbstaussaat. Die Pflanzenteile der Gewöhnlichen Waldrebe sind stark giftig.

Die Alpen-Waldrebe ist die einzige Waldrebensorte, die im Bergland der Alpen vorkommt. Der Schlingstrauch kann bis zu 3 m hoch bzw. lang werden. Je nach Standortbedingungen wächst er kriechend auf dem Boden oder klettert an Nachbarpflanzen empor.

Im Gegensatz zu den meisten Clematissorten hat die Aufrechte Waldrebe keinen kletternden sondern einen aufrechten Wuchs. Die krautige Gartenpflanze wird 50 cm und 1,50 m hoch. Die kleinen, unauffälligen, weißen Blüten blühen nur im Sommer, von Juni bis August.

 

 

 

 


 

 
 

Pflanzung

Clematis bevorzugt einen nährstoffreichen, lockeren Lehmboden und gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Mit Staunässe oder sehr trockenen Böden kommen die Pflanzen nicht gut zurecht.

Der Standort sollte in der Sonne oder im Halbschatten liegen.

Die beste Pflanzzeit für die Clematis ist der Herbst, solange der Boden noch nicht gefroren ist. Aber auch eine Pflanzung im zeitigen Frühjahr ist noch möglich. Die Clematis sollte so tief gepflanzt werden, dass sich 1 bis 2 Augenpaare unterhalb der Erdoberfläche befinden. So kann die Rebe bei oberirdischen Beschädigungen aus den unteren Augen wieder neu austreiben.

Bei der Pflanzung an Mauern oder Hauswänden ist zu berücksichtigen, dass Clematis nicht von selbst haftet und deshalb eine Kletterhilfe benötigen, beispielweise ein Rankgitter oder ein Spalier. Der Abstand des Pflanzlochs zur Mauer sollte etwa 50 cm betragen.

Für einen kräftigeren Wuchs und eine gute Verzweigung kann man im Pflanzjahr die Clematis im November auf etwa 30 cm zurückschneiden.

 

 

 

 

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Pflege

Bei trockener Witterung muss die Pflanze vor allem im Frühjahr und Sommer ausreichend bewässert werden.

Jährlich eine Düngung mit Kompost oder Hornspänen im Frühjahr genügt. Außer im Pflanzjahr, da sollte keine Düngung erfolgen, denn dadurch kann das Wurzelwachstum gehemmt werden.

Clematis benötigt einen „kühlen Fuß“, also eine Beschattung des Wurzelbereiches, beispielweise mit einer dicken Schicht Rindenmulch. So bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden und das Unkrautwachstum wird zusätzlich noch unterdrückt.

Die Clematis werden in unterschiedliche Rückschnittsgruppen unterteilt. Am Vorjahresholz blühende Sorten werden gar nicht zurückgeschnitten. Die im Sommer an einjährigen Trieben blühende Clematis wird im späten Herbst oder Winteranfang kräftig zurückgeschnitten, auf etwa 25 cm über dem Boden.

Vor allem großblütige Clematissorten sind sehr anfällig für die Clematiswelke. Bei dieser Pilzerkrankung welken die Triebe mit den Blättern und sterben ab. Bei Befall muss radikal bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Das Schnittgut niemals auf dem Komposthaufen entsorgen.

Durch plötzliche Erwärmung des Bodens bei starker Sonneneinstrahlung wird die Pilzbildung zusätzlich begünstigt. Auch aus diesem Grunde sollte der Wurzelbereich beschattet sein.

Clematis in Pflanzgefäßen muss im Winter vor Frost geschützt werden, damit der Wurzelballen nicht durchfriert. Gut geeignet sind Kokosmatten, mit denen der Topf umwickelt wird.