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Pflanzenschutz - chemische Pflanzenschutzmittel

Bei starkem Schädlingsbefall, wo andere Abwehrmaßnahmen nicht mehr funktionieren, muss unter Umständen auf chemische Pflanzenschutzmittel zurückgegriffen werden. Hierfür gibt es ganz unterschiedlich Mittel. Herbizide bekämpfen Unkraut, Fungizide Pilze, Insektizide helfen gegen Insekten, Nematizide gegen Nematoden, Akarizide und Rhodentizide gegen schädliche Nager, wie Wühlmäuse.

Die Mittel können ganz unterschiedlich auf die Schädlinge bzw. Pflanzen wirken. Fraßgifte werden von den Schädlingen über die Nahrung aufgenommen. Atemgifte werden über das Atemsystem aufgenommen und blockieren die Atmung. Sogenannte Kontaktgifte werden über die Haut, die Sinnesorgane oder Atmung aufgenommen. Herbizide sind systemische Mittel, die die Unkräuter über die Wurzeln und Blätter aufnimmt. Über den Pflanzensaft werden sie schließlich in der gesamten Pflanze verteilt.

Chemische Schädlingsbekämpfungsmittel sollten erst eingesetzt werden, wenn biologische und mechanische Maßnahmen erfolglos bleiben. Denn die Mittel belasten die Umwelt, vor allem den Boden, zum Teil stark. Sie bringen das biologische Gleichgewicht durcheinander und schädigen Nützlinge gleichermaßen. Bei häufiger Anwendung von Pestiziden entwickeln Schädlinge häufig eine Resistenz gegen die Mittel und sie werden unwirksam.

 

 

 

 

Pflanzenschutzgesetz

Der Umgang und die Anwendung dieser Mittel sind im Pflanzschutzgesetz streng geregelt. So sind im Handel nur offiziell zugelassene Pflanzenschutzmittel erhältlich. Sie dürfen nicht in Selbstbedienung verkauft werden, sondern erst nach fachkundiger Beratung durch einen geschulten Verkäufer.

Die chemischen Pflanzenschutzmittel dürfen ausschließlich so angewendet werden wie auf der Packung vorgeschrieben. Befestigte oder versiegelte Flächen, wie Gehwege oder Garageneinfahrten, dürfen nicht mit diesen Mitteln behandelt werden.

Leere Verpackungen können im Hausmüll entsorgt werden. Pflanzenschutzmittel, die nicht mehr verwendet werden sollen oder dürfen, müssen im Schadstoffmobil oder in einer Sammelstelle für Haushaltschemikalien abgegeben werden.

 

 

 

 

Sicherheitsmaßnahmen

Die Mittel sachgerecht lagern, fest verschlossen, trocken und frostfrei. Damit es nicht zu Verwechselungen kommen kann, dürfen Pflanzenschutzmittel niemals in andere Behälter umgefüllt werden.

Achten Sie beim Gebrauch darauf, dass die Mittel nicht auf die bloße Haut oder in die Augen gelangen. Stets Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk tragen, unter Umständen auch Schutzbrille und Atemschutz. Sollten Sie doch mit den Pestiziden in Kontakt gekommen sein, muss die Haut umgehen abgespült bzw. die Augen ausgespült werden. Erste Vergiftungssymptome können Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder Schweißausbrüche sein. Dann umgehend den Arzt aufsuchen.

Nach dem Gebrauch Kinder und Tiere von der behandelten Stelle fern halten.

 

 

 

 

Chemische Hausmittel

Es gibt auch altbewährte chemische Hausmittel, die durchaus wirksam sein können und meistens nicht ganz so aggressiv sind wie im Handel erhältliche Schädlingsbekämpfungsmittel.

Schmierseife

So kann die allseits bekannte Schmierseifenlösung effektiv gegen Blattläuse eingesetzt werden. Hierfür werden etwa 300 Gramm Schmierseife, möglichst reine Kaliseife ohne Zusätze, in 10 Liter warmem Wasser aufgelöst. Die Lösung abkühlen lassen und unverdünnt auf die Pflanze sprühen.

Fügt man noch 0,5 Liter Brennspiritus, etwas Salz und Kalk hinzu, kann die Lösung neben Blattläusen auch noch Raupen, Spinnmilben sowie Schild- und Wollläuse vertreiben. Einziger Wehrmutstropfen: sie ist für Nützlinge gleichermaßen schädlich.

Magermilch oder Molke

Vermischt man 1 Liter Wasser mit 1 Liter Magermilch oder Molke ergibt dies eine Pflanzenschutzlösung, die während der Wachstumsphase ruhig wöchentlich aufgespritzt werden kann. Sie stärkt die Pflanze und schützt sie vor Pilzkrankheiten und Blattläusen.