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Rasen - den Boden richtig vorbereiten

Bodenvorbereitung

Um einen schönen Rasen zu erhalten, ist eine gute Vorbereitung des Bodens wichtig.

Als erstes müssen alle Wurzeln, Steine und Pflanzen von der Fläche, auf welcher die Aussaat des Rasens erfolgen oder soll, entfernt werden. Dazu lockert man die Fläche mit einem Spaten oder einer Gartenfräse auf. Man sollte mindestens 10 cm tief in den Boden eindringen.

Vor allem unterirdische Rhizomene und langen Pfahlwurzeln von Unkräutern müssen sorgfältig ausgegraben werden. Diese regenerieren sich bereits sehr schnell aus einem kleinen im Boden verbliebenen Wurzelstück.

 


 

 

Bodenverbesserung

Gut durchlässiger, sandiger Lehmboden ist ein idealer Boden für Rasen. Mit einem gut durchlässigen Unterboden von 20 – 30 cm kann das Gras tief genug wurzeln und sich die notwenigen Nährstoffe und Wasser aus dem Boden holen.

Sind diese idealen Voraussetzungen nicht vorhanden, kann man den Boden mit gezielten Maßnahmen entsprechend verbessern. Bei sandigem und stark durchlässigem Boden sollte gut verrottetes, organisches Material mit eingearbeitet werden. Sonst kann der Boden weder Wasser noch Nährstoffe speichern. Bei einer nährstoffarmen und zu flachen Humusschicht gibt man am besten frischen Humus dazu. Schwere lehmige Böden können mit Sand aufgelockert werden. Dies verbessert die Durchlässigkeit und somit auch die Nährstoffversorgung.

Neuer Rasen verträgt in der Regel einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7. Entsprechende pH-Wert-Tester erhält man im Baumarkt. Die meisten Böden müssen nicht verbessert werden, da sie die Werte erreichen. Jedoch kann sehr saurer Boden auch mal einen Wert unter 5,5 erreichen. Dann sollte mit einem Spaten oder einer Fräse gelöschter Kalk in den Boden eingearbeitet werden. Der Kalk muss gleichmäßig verteilt werden. Nach etwa einer Woche sollte man den Rasen düngen. Sobald die Rasenfläche gut aufgebaut ist, sollte der pH-Wert erneut gemessen werden und ggf. nochmals gekalkt. 

 

 

 

 

Drainage

Bei schweren Tonböden muss die Durchlässigkeit unbedingt verbessert werden. Denn wenn der Oberboden dauerhaft mit Wasser gesättigt ist, besteht die Gefahr von Wurzelfäule. An den von Fäule betroffenen und nun nicht mehr begrünten Stellen kommt sehr schnell Unkraut und Moos durch.

Das überschüssige Oberflächenwasser kann durch ein offenes Grabnetz abgeleitet werden. Etwas unauffälliger, da mit Oberboden bedeckt, sind mit Kies oder Schotter gefüllte Entwässerungsgräben.
Durch einen mit Schotter und Kies gefüllten Sickerschacht kann das Wasser über unterirdisch verlegte Drainrohre abfließen. Die Drainrohre sollten in flachem Gelände ein leichtes Gefälle haben. Der Sickerschacht kann durch ein Gitter oder Grasnarben abgedeckt werden.

Ist der Boden gut durchlässig oder das Klima recht trocken, dann benötigt man in der Regel keine Drainage.

 


 

 

Planieren

Nachdem die Erdklumpen zerkleinert wurden, muss der Boden geebnet werden. Denn Rasen benötigt ein ebenes, festes Saatbeet. Außerdem können Unebenheiten später beim Rasen mähen problematisch werden.

Leichte Wellen können glattgeharkt werden. Größere Erhebungen werden abgetragen und Senkungen mit Mutterboden aufgefüllt. Anschließend wird die Fläche feinkrümelig gerecht.

Für einen Zierrasen oder Englischen Rasen benötigt man eine vollkommen waagerechte Fläche. Man kann hierzu ein Raster aus markierten Pflöcken anlegen. Mit Hilfe einer Wasserwaage werden diese alle gleich tief in die Erde geschlagen. Nun wird der Boden möglich exakt bis zur Markierung geebnet.

 

 

 

 

Oberflächenvorbereitung

Die Fläche sollte anschließend gleichmäßig angetreten werden, bis keine weichen Stellen mehr vorhanden sind, die später einsinken könnten. Oftmals muss der Vorgang mehrere Male wiederholt werden. Bei dieser Arbeit sollte der Boden möglichst trocken sein, da es bei nassem Boden zur Verdichtung des Untergrundes kommen kann.

Ist der Boden genügend gefestigt, wird er erneut feinkrümelig gerecht. Für die Aussaat sollten alle Steine, die einen Durchmesser von mehr als 1 cm haben, mit dem Rechen entfernt werden. Wird Rollrasen verlegt, sollten die noch vorhandenen Steine nicht größer als 2,5 cm sein.

Ideal ist es, wenn man der Boden noch ein paar Wochen ruhen kann, damit er sich setzt. Außerdem können dann neu gekeimte Unkräuter leichter entfernt werden. Man sollte darauf achten, dass keinerlei Unkrautwurzeln zurückbleiben.

 

 

 

 

Düngung

Ein paar Tage bevor der Rasen ausgesät wird, sollte der Boden mit den wichtigsten Nährstoffen, wie Phosphor, Stickstoff und Kalium versorgt werden. Der Mischdünger wird mit einem Rechen leicht in den Boden eingearbeitet.

 



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