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Pflanzenvermehrung - Ausstattung und Zubehör - Messer, Gartenschere, Pflanzgefäße, Anzuchkasten, Frühbeet, Substrat, Bewurzelungsmittel

Messer

Das Messer sollte gut in der Hand liegen und eine scharfe Klinge besitzen. Wird das Messer regelmäßig benutzt, muss es ab und zu geschärft werden. Unerlässlich ist das gründliche Reinigen nach jedem Schneiden.
Zum Schneiden von Stecklingen ist  ein glatter Schnitt erforderlich. Ideal ist ein Stecklingsmesser mit gerader Klinge und scharfer Spitze.
Um festes und reifes Holz gut schneiden zu können, sollte zum Pfropfen ein Messer mit breiter Klinge und stabilem, schwerem Griff. Spezielle Pfropfmesser haben eine geschwungene breite Klinge.
Wesentlich leichter ist das Okuliermesser. Mit der dünnen, oftmals geschwungenen Klinge lassen sich die obersten Schichten des Pflanzengewebes durchtrennen. Am Griffende befindet sich eine Art kleiner Spatel, mit sich die Rind beim Okulieren leicht anheben lässt ohne sie zu beschädigen.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Gartenschere

Auch mit einer Gartenschere lassen sich Stecklinge schneiden. Es gibt unterschiedliche Gartenscheren, wie Beipass-Schere, Ambos-Schere, Löwe-Schere oder Gartenschere mit Papageienschnabelklingen. Diese unterscheiden sich in erster Linie durch ihre Klingenform. Für die Stecklingsvermehrung sind Scheren mit Papageienschnabelklingen besonders geeignet, da sie das Pflanzengewebe nicht quetschen oder ausfransen, sondern mit einem glatten Schnitt trennen.
Nach Beendigung der Schnittarbeiten ist es erforderlich, die Klingen stets gut zu reinigen, damit sie nicht beginnen zu rosten. Auch das Schärfen ist bei regelmäßig benutzten Scheren ab und zu erforderlich.

 Pflanzgefäße

Zum Pflanzenvermehren kann man flache breite Pflanz- bzw. Saatschalen oder kleine Pflanztöpfe verwenden.
Saatschalen sind breite, flache Gefäße. Sie sind meist rechteckig und eignen sich besonders gut für die Aussaat von Samen. Für die Stecklingsvermehrung, die Aussaat großer Samen, die einzeln gepflanzt werden sollen oder kleinerer Samenmengen eigenen sich Pflanztöpfe.
Diese können aus Kunststoff, Ton oder kompostierbarem Material bestehen. Kunststofftöpfe sind preiswert, robust und leicht zu reinigen. Durch ihr geringes Gewicht sind sie jedoch nicht so standfest. Tontöpfe hingegen sind standfester und meist auch optisch ansprechender. Dafür sind sie etwas teurer in der Anschaffung, leichter zerbrechlich und schwerer zu reinigen, was jedoch bei der Pflanzenvermehrung sehr wichtig ist.
Töpfe aus gepresstem Torf oder Holzfasern sind kompostierbar. Dies bedeutet, dass sie mit eingepflanzt werden können. Somit wird vermieden, dass die Wurzeln der Jungpflanzen  durch das Umpflanzen beschädigt werden. Sie dringen später einfach durch das organische Material der Topfwände.

Anzuchtkasten

Spezielle Anzuchtkästen können dabei helfen, die klimatischen Bedingungen positiv zu beeinflussen. So lassen sich Wärme, Luft- und Bodenfeuchtigkeit in solchen Kästen besser überwachen und regulieren.
Es gibt sie in einfacher, preiswerter Ausfertigung, die lediglich aus einem Plastikdeckel bestehen oder als elektrisch beheizbare Anzuchtkästen, die sich nur bei regelmäßigen Vermehrungsarbeiten rentieren.

 

 

 

 

 

Frühbeet

Bevor die Jungpflanzen ins Freiland gepflanzt werden, können sie – sofern vorhanden – im geschützten Frühbeet akklimatisiert werden. Hier können sich die empfindlichen Pflänzchen durch das Öffnen der Fenster bei schönem Wetter langsam und schonend an die im Freien herrschenden Bedingungen gewöhnen.

Substrat

Für die Pflanzenvermehrung sollte spezielles Pflanzensubstrat verwendet werden. Es enthält wesentlich mehr Nährstoffe als gewöhnliche Gartenerde.
Aussaaterde besteht aus Sand und Torf oder Sand, Torf und Lehm. Mehr benötigen die Sämlinge zum Keimen nicht. Da sie nach dem Keimen jedoch noch einige Tage im Substrat verbleiben, ist die Erde auch noch mit den notwendigen Nährstoffen angereichert, die das Wurzelwachstum fördern.
Stecklinge benötigen feuchte und luftige Erde. Diese sogenannte Stecklingserde besteht aus Weißtorf und feinem, kalkfreiem Sand. Sie speichert ausreichend Wasser und ist schön locker, so dass sie gut durchlüftet wird.

 

 

 

 

 

 

Bewurzelungsmittel

Für die Bewurzelung von Stecklingen werden ausreichend Bewurzelungshormone benötigt. Diese sorgen dafür, dass sich an der Schnittstelle möglichst schnell neue Wurzeln ausbilden, die die neue Pflanze mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Einige Pflanzen verfügen nicht über ausreichend natürliche Bewurzelungshormone, um Stecklinge erfolgreich zu bewurzeln. Sie benötigen künstliche Bewurzelungsmittel. Diese sind in flüssiger Form und als Pulver erhältlich. Das Ende der Stecklinge wird jeweils in etwas Flüssigkeit oder Pulver getaucht und anschließend Überschüssiges abgeklopft.