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Der Naturgarten - natürliche Gärten anlegen -  Standortfaktoren, Klima, Boden, Bodenbearbeitung und Pflanzung

Standortfaktoren

Bepflanzen Sie den Garten standortgerecht und möglichst auch landschaftstypisch. Nur wer die Standortfaktoren genau kennt, kann seinen Garten auch optimal bepflanzen und gestalten. Standorteinflüsse werden beispielsweise durch Klima und Boden geprägt.

Klima

Temperaturen, Niederschläge, Sonneneinstrahlung, Wind und Luftfeuchtigkeit bestimmen das Klima. Dieses wird unterschieden in Groß- und Kleinklima. Als Großklima wird der Witterungsverlauf in größeren Gebieten bezeichnet. Er wird in erster Linie durch Temperatur und Niederschläge, wie Regen, Schnee und Nebel, bestimmt.

Die kleinklimatischen Bedingungen, die in erster Linie nur den eigenen Gartenbereich betreffen, können durch Regen-, Sonnen- und Windschutz und durch das Anlegen eines Gewässers entscheidend beeinflusst werden. Bevor man jedoch aufwendige Maßnahmen zur Veränderung des Kleinklimas durchführt, sollte man immer erst überlegen, ob man nicht lieber die Bepflanzung den bereits vorherrschenden, klimatischen Bedingungen anpasst.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Boden

Die Bedingungen für den Wasserhaushalt und die Nährstoffversorgung der Pflanzen werden durch die Bodenverhältnisse bestimmt. Auch Tiere und Pflanzen beeinflussen diese Verhältnisse durch Wasser- und Nährstoffentzug, Fraß und Kotdüngung. Man unterscheidet leichte Böden, mittelschwere und schwere Böden.

Bei leichten Böden rieselt der Sand förmlich durch die Finger. Er besteht oft aus sandigem oder kiesigem Substrat. Der Sandboden erwärmt sich im Frühjahr schnell und lässt sich gut bearbeiten. Wasser und Nährstoffe kann er nur bedingt speichern. Mit Humus, Kompost oder Tonmehl lässt sich die Speicherfähigkeit jedoch verbessern.

Mittelschwere Böden gelten allgemein als idealer Gartenboden und sind auch am häufigsten anzutreffen. Sie setzen sich aus Sand, Ton und sogenannten Schluffpartikeln zusammen. Der mittelschwere Boden erwärmt sich etwas langsamer als Sandboden. Benötigte Nährstoffe und Wasser werden gut gespeichert und überschüssiges Wasser abgegeben, so dass keine Staunässe entsteht.

Schwere Böden besitzen einen hohen Tonanteil. Wasser und Nährstoffe werden sehr gut gespeichert. Leider oft mehr als von der Pflanze benötigt wird. Staunässe, Verdichtung und mangelnde Sauerstoffzufuhr sind keine idealen Voraussetzungen für gutes Pflanzenwachstum. Außerdem dauert es lange bis der Boden abgetrocknet ist und er lässt sich nur schwer bearbeiten. Mit Kalk oder Sand können schwere Böden verbessert werden.

Lag die Fläche bereits einige Zeit brach, lassen sich anhand des Wildbewuchses Rückschlüsse auf den Bodentyp ziehen. Denn es gibt Pflanzen, sie fast ausschließlich auf einem bestimmten Bodentyp vorkommen. Sie werden als Zeigerpflanzen bezeichnet. So sind Brennnessel, Vogelmiere und Ackerwinde in erster Linie auf humus- und nährstoffreichen Böden zu finden. Schafgarbe, Zittergras und Hundskamille bevorzugen trockene Böden. Ackerschachtelhalm und Kriechgünsel hingegen benötigen ein feuchtes Erdreich.

 

 

 

 

Bodenbearbeitung und Pflanzung

Im Naturgarten wird eine schonende Bodenbearbeitung empfohlen, um die natürliche Schichtung des Bodens zu erhalten. Statt umzugraben, wird der Boden nur mit einer Grabegabel oder einem Sauzahn gelockert.

Gepflanzt werden vor allem einheimische und eingebürgerte Pflanzen. Mit ausdauernden Stauden und Blumen, die sich durch Selbstaussaat vermehren hat man kaum Arbeit.

Wenn möglich, lassen sie eine Ecke im Garten vollkommen unberührt. Eine solche Wildecke mit Wildwuchs und Gestrüpp ist für Fauna und Flora von unschätzbarem Wert.