Hobbygaertner.nl durchsuchen:

 

© Horticulture - Fotolia.com

 

[Garten]
[Alpenveilchen]
[Dahlie]
[Gladiole]
[Hyazinthe]
[Krokus]
[Lilie]
[Märzenbecher]
[Narzisse]
[Schachbrettblume]
[Schneeglöckchen]
[Tulpe]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

papourna - Fotolia

Alpenveilchen

Alpenveilchen gehören nicht – wie der Name vermuten lässt – zu den Veilchen- sondern zu den Primelgewächsen. Die krautigen Pflanzen sind ausdauernd und besitzen Knollen als Überdauerungsorgane. Alpenveilchen haben einen niedrigen Wuchs und werden nur zwischen 5 und 15 cm hoch.

Durch die Artenvielfalt des Alpenveilchens kann man den Garten eigentlich so gestalten, dass man zu jeder Jahreszeit blühende Alpenveilchen besitzt. Die Vorfrühlingsblüher erscheinen bereits ab Februar und blühen das ganze Frühjahr hindurch, darauf folgen die Sommerblüher und schließlich ab September bis zum Frost die Herbstblüher. Die Farben variieren von Weiß, über Rosa bis hin zu den verschiedenen Rottönen, in erster Linie Karminrot. Die meisten Arten verströmen einen angenehmen Blütenduft und enthalten ätherische Öle.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

Die Pflanze ist nicht nur wegen ihrer Blüten sondern auch wegen ihres zierenden Laubes bei Hobbygärtnern so beliebt. Das dunkle Grün der Blätter hat auf der Oberseite oft silbrige Zeichnungen oder hellgrüne Flecken. Die Blattunterseite ist nicht selten rötlich gefärbt. Die Blattform kann herzförmig, rund oder nierenförmig sein. Nach der Blüte zieht die Pflanze ihr Laub ein. Bei den Frühjahrsblühern erscheint es im Herbst neu und bei den Herbstblühern im nächsten Frühjahr.

Das Alpenveilchen eignet sich sehr gut für Steingärten oder zum Verwildern in naturnahen Gärten. Es kann vor oder auch unter hohen Gehölzen Platz finden. Teilweise werden die Pflanzenteile in der Homöopathie verwendet.

Vereinzelt findet man auch hierzulande noch Alpenveilchen in freier Natur. Jedoch sind sie selten geworden und stehen deshalb unter Naturschutz.

Das Alpenveilchen, vor allem seine Knollen, sind für Mensch und Tier giftig.

Arten

Das Frühlings-Alpenveilchen ist ein Vorfrühlingsblüher und erscheint bereits ab Februar. Die weißen, rosa oder roten Blüten sind frostempfindlich und müssen vor starken Frösten geschützt werden. Die Pflanzen werden etwa 10 cm hoch und können durch Selbstaussaat Kolonien bilden.

Das Europäische Alpenveilchen blüht im Sommer, zwischen Juni und August. An den langen Blütenstielen stehen endständig nickend die karminroten Blüten. Sie enthalten ätherische Öle und verströmen einen angenehmen Duft.

Ein typischer Herbstblüher ist das Efeublättrige Alpenveilchen. Es blüht ab September bis zum Frost, in den Farben Weiß, Rosa oder Karminrot. Das dunkelgrüne Laub ist attraktiv silbrig gezeichnet.

 

 

 

Pflanzung

Das Alpenveilchen wächst selbst an Standorten, an denen andere Knollen- oder Zwiebelgewächse eingehen. Am besten gedeiht es jedoch in feuchter, humoser Erde. Der Boden sollte durchlässig sein und nicht zu Staunässe neigen.

Die meisten Arten bevorzugen einen halbschattigen und kühlen Standort. Die Frühlingsalpenveilchen mögen es jedoch eher warm und sonnig, zumindest jedoch frühlingshell.

Die Vermehrung kann durch Samen erfolgen. Sobald die Samen reif sind, können sie ausgesät werden. Das Saatgut am besten einen Tag vorher in Wasser einweichen. Als Dunkelkeimer werden sie etwa 0,5 cm mit Erde bedeckt. Ideal sind Keimtemperaturen zwischen 15 und 18 °C. Nach etwa 2 bis 3 Jahren wird die Pflanze zum erstem Mal blühen.

Bei guten Standortbedingungen vermehren sich viele Alpenveilchenarten durch Selbstaussaat und können so Kolonien bilden.

Grundsätzlich möglich, aber leider nicht so erfolgversprechend ist die Teilung der Knollen.

Beim Einpflanzen oder Umpflanzen muss man darauf achten, dass die sich Spitzen der Knollen knapp oberhalb der Erdoberfläche befinden. Der Pflanzabstand sollte etwa 15 cm betragen.

 

 

 

Pflege

Alpenveilchen sind pflegeleichte Blumen. Während der Blütezeit darf die Erde nie ganz austrocknen. Bei Trockenheit also gelegentlich gießen, möglichst an der Stängelbasis. Auf mageren Böden sollte im Frühjahr und Frühherbst gemulcht werden, das sorgt für nährstoffreichen und langanhaltend feuchten Boden. Während der Blütezeit regelmäßig Flüssigdünger verabreichen, aber nur solange das Laub noch vorhanden ist. Mit dem Laubfall wird die Düngung eingestellt.

Die Blütenköpfe und –stiele können nach dem Verblühen entfernt werden. Es sei denn man beabsichtigt eine Selbstaussaat.

Die Blätter sollte man generell stehen lassen, bis sie vergilbt sind. Denn sie produzieren wichtige Nährstoffe für die nächste Blüte. Sie werden den Winter über in der Knolle gespeichert. In naturnahen Gärten kann man sich die Arbeit sparen und einfach abwarten, bis die Pflanze ihr Laub von selbst einzieht.

Zu groß gewordene Blumen bzw. Horste sollten alle 5 Jahre geteilt werden.

Alpenveilchen sind nur mäßig winterhart. An einem geschützten Platz oder mit geeigneten Schutzmaßnahmen können sie jedoch auch im Freien überwintern.