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Teichbau - Abdichtung und Einbau
Abdichtung beim Folienteich, Verbinden und Verlegen von Folie, Kapillarsperre und Überlauf,
Einbau eines Fertigbeckens, Bau eines Betonteichs

Das hierzulande beliebteste Material zum Abdichten eines Gartenteiches ist die Teichfolie.

Zum Verarbeiten der Folie sollte ein warmer, trockener Tag, am besten im Spätfrühling oder Sommer, gewählt werden. Denn bei niedrigen Temperaturen, ist die Folie recht steif und lässt sich nur mühsam verlegen.

Verbinden von Folien

Da bei einem großen Teich, die im Handel angebotenen Folienbreiten nicht ausreichen werden, kommt man nicht drumherum die einzelnen Folienstücken dicht miteinander zu verbinden. Dies kann bei PVC-Folie durch Heißluft aus einem Industrie-Heißluft-Fön, verschweißtes Quellschweißmittel oder PVC-Kleber erfolgen. Eine andere Alternative ist die Bestellung der gewünschten Folienmaße im Fachhandel. Dies ist allerdings mit erhöhten Kosten und unter Umständen auch Wartezeiten verbunden. Bei Kautschuk, PE und Folien mit Gewebeeinlagen ist es als Privatmann kaum möglich die Folien selbst zu vergrößern.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 
Verlegen der Folie

Die Folie wird auf einer freien, glatten Fläche in unmittelbarer Nähe des Teiches ausgelegt. Die glatte Seite der Folie muss nach unten und die raue Oberfläche nach oben liegen. Lassen Sie sie dort einige Minuten (maximal 15 Minuten) in der Sonne liegen, damit das Material weich wird. Bleibt die Folie bei sehr heißem Wetter längere Zeit auf dem Rasen liegen, kann es schnell passieren, dass die Temperaturen unter der Folie so stark ansteigen, dass das Gras nachhaltig geschädigt wird. 

Nachdem die Folie etwas geschmeidiger geworden ist, werden ein paar Helfer benötigt, um sie über den ausgehobenen Teichbereich zu heben. Ist das Material weich genug, wird sich die Folie fast von alleine dem Teichprofil anpassen. Vermeiden Sie ruckartige Zugbelastungen. Diese könnten die Folie beschädigen.

Anschließend kann eine Person, am besten die Leichteste (ohne Schuhen) in den Teich steigen und die Stellen andrücken, an denen die Folie noch nicht sauber anliegt. Falten sollten weitestgehend geglättet werden, lassen sich jedoch leider nicht vollständig vermeiden. Achten Sie darauf, dass die Sandschicht unter der Folie nicht zerstört wird. Falten kann man mit Kleber oder Quellschweißmittel mit der Folie verschweißen bzw. verkleben. Kleinere Falten können später mit Steinen abgedeckt werden.

Damit sich die Folie optimal an den Teichboden anlegt, empfiehlt es sich den Teich vorübergehend mit Wasser zu befüllen, zumindest die Tiefwasserzone sollte gefüllt sein. Lassen Sie der Folie ruhig einen Tag Zeit, um sich setzen zu können.

Kapillarsperre und Überlauf

Damit durch die Kapillarität des Bodens nicht das Teichwasser abgesaugt wird, ist am Rand eine Kapillarsperre notwendig. Diese soll den Kontakt zwischen den Bodenschichten des Teiches und dem umliegenden Gartenboden unterbrechen. Diese Kapillarsperre kann beispielsweise durch einen mit Kies aufgeschütteten oder mit Magerbetonplatten abgedeckten dachrinnenähnlichen Foliengraben erfolgen.

Zur Regulierung des Wasserspiegels sollte ein Überlauf eingebaut werden, der ein unkontrolliertes Ablaufen von überschüssigem Wasser, beispielsweise nach starken Regenfällen, verhindert.

 

 

 

 

Einbau eines Fertigbeckens

Sind die verschiedenen Pflanzenzonen des Beckens ausgehoben, kann der Einbau des Beckens erfolgen.

Unter die Standfläche des Beckens kommt eine Schicht Sand. Mit Richtlatte und Wasserwaage wird anschließend die Beckenoberkante eingepasst. Befüllen Sie etwa ein Drittel des Beckens mit Wasser, um es zu beschweren, wenn Sie den Rand zwischen Gelände und Becken mit dem Aushubmaterial verfüllen. Danach wird das Füllmaterial mit Wasser eingeschlämmt, damit sich noch vorhandene  Hohlräume schließen.

 

Bau eines Betonteichs

Nach dem Aushub wird das Teichprofil mit einer Rüttelplatte verdichtet. Um für zusätzliche Haftung des Betons zu sorgen, kann das Profil zusätzlich mit grober Dachpappe auslegen. Darauf kommt eine Lages dünnes Baustahlgewebe. Für das Einbringen der Betonmassen benötigt man einige Helfer. Der Beton kann selbst angemischt werden oder man lässt ihn sich fertig liefern.

Er wird großflächig verteilt, bis von dem Baustahlgewebe nichts mehr zu sehen ist. Der gesamte Teich sollte in einem Arbeitsgang betoniert werden. Anschließend wird mit einer Latte oder Kelle geglättet, so dass keinerlei scharfe Kanten oder Übergänge mehr vorhanden sind.

Vergessen Sie nicht den Überlauf mit einzubauen. Ab etwa 5 m Länge sollte eine Dehnungsfuge, die mit Silikon verfüllt wird, mit eingeplant werden, um Rissbildungen im Beton zu vermeiden.